Bis zu 62 Prozent der extubierten Patienten auf Intensivstationen weisen Dysphagien auf. Bisher sei es aber unklar, wie diese Dysphagien von Intensivpatienten im internationalen Vergleich festgestellt und gemanagt würden, sagt Pflegewissenschaftler Peter Nydahl vom Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, gegenüber BibliomedPflege.
Das soll jetzt untersucht werden. Dafür ruft ein von den Niederlanden koordiniertes internationales Forscherteam zu einer Teilnahme an einer weltweiten Befragung auf.
„Es soll dabei ermittelt werden, welche Bedeutung Dysphagie im klinischen Alltag hat, welche Verfahren eingesetzt werden und wie eine optimale Versorgung aussehen könnte“, verdeutlicht Nydahl, der dem Forscherteam angehört. Die Ergebnisse seien auch für die Versorgung von Intensivpatienten hierzulande relevant. Denn: „Bislang liegen für Deutschland nur unzureichende Daten vor.“
Die Umfrage dauert rund 20 bis 30 Minuten und ist in leichtem Englisch formuliert. Die Daten werden anonymisiert gespeichert. Die Umfrage wurde von der Ethikkommission der Christian-Albrechts Universität zu Kiel begutachtet.