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Charité lässt Verhandlungstermin mit Verdi platzen

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Die Gewerkschaft Verdi kritisiert, dass ein Treffen mit dem Vorstand der Charité – Universitätsmedizin Berlin am Donnerstag nicht zustande gekommen ist. Der Vorstand der Universitätsklinik habe den Termin unangekündigt platzen lassen, teilte Verdi mit. Bei dem Treffen sollte über den Tarifvertrag Gesundheitsschutz verhandeln werden. Nach Ansicht der Gewerkschaft soll dadurch Druck aufgebaut werden, damit ein Warnstreik am kommenden Dienstag nicht stattfindet. Verdi will darauf dringen, dass im Tarifvertrag klarer festgehalten wird, wie die Charité bei Unterbesetzung reagieren muss. 

Verdi-Verhandlungsführer Kalle Kunkel zeigte Unverständnis für die Entscheidung der Klinikvertreter: "Dass der Vorstand diesen Streikaufruf zum Anlass nimmt, seine Verzögerungsstrategie noch zu verschärfen, macht deutlich, dass er den Ernst der Lage, die durch Unterbesetzung in vielen Bereichen der Charité entstanden ist, noch nicht verstanden hat." Nach Darstellung der Charité sind die Gespräche jedoch nicht ab-, sondern unterbrochen worden, teilte das Universitätsklinikum BibliomedPflege auf Anfrage mit. Die Gespräche sollen am kommenden Donnerstag fortgesetzt werden.

Kritisch sieht Verdi weiterhin die Notdienstvereinbarung, die die Charité vorgeschlagen hat. Diese sieht nach Angaben der Gewerkschaft vor: Durch den Streik wird die Zahl der arbeitenden Pflegefachpersonen in einer Schicht reduziert, die Betten sollen jedoch weiter voll belegt bleiben. "Eine solche Regelung führt zu einer stärkeren Belastung der Patientinnen und Patienten sowie der verbleibenden Beschäftigten", so Kunkel. Den Abschluss einer Notdienstvereinbarung, in der Form, wie sie bei den letzten Streiks an der Charité zum Einsatz kam, habe die Universitätsklinik bislang abgelehnt.

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