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Betriebliches Gesundheitsmanagement

10 Tipps für rückengesunde Pflege

Pflegeberufe verlangen dem Körper einiges ab. Laut Gesundheitsreport 2019 der Techniker Krankenkasse waren Muskel-Skelett-Erkrankungen im vergangenen Jahr der häufigste Grund für Krankschreibungen von Pflegenden.

Dabei könnten Pflegende Rückbeschwerden aktiv entgegenwirken, wenn sie konsequent ergonomisch arbeiteten, sagt die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW). Dafür müssten einerseits Hilfsmittel eingesetzt werden, andererseits Gewohnheiten geändert und eigene Belastungsgrenzen sensibler wahrgenommen werden.

Die BGW rät zu folgenden 10 Punkten, um ergonomisch in der Pflege zu arbeiten:

  1. Grenzen kennen
    Das Wissen um die eigene Belastbarkeit – sowohl körperlich als auch psychisch – hilft dabei, Grenzen zu setzen.
  2. Umgebung gestalten
    Ein ergonomisch gestalteter Arbeitsplatz ist gut für den Rücken. Deshalb empfiehlt es sich, ausreichend Platz zu schaffen, damit die Pflegefachperson rückengerecht arbeiten und die pflegebedürftige Person sich selbstständig bewegen kann.
  3. Fähigkeiten erschließen und nutzen
    Wer den pflegebedürftigen Menschen in die Planung mit einbezieht, nutzt und fördert dessen Fähigkeiten. Alles, was der oder die Pflegebedürftige selbst macht, entlastet den Rücken der Pflegefachperson.
  4. Hilfsmittel nutzen
    Der Schlüssel zum ressourcenorientierten Bewegen von Menschen sind kleine Hilfsmittel. Wo notwendig, sind zudem technische Hilfsmittel erforderlich.
  5. Liften statt heben
    Heben und Tragen gilt es möglichst zu vermeiden. Wenn Pflegebedürftige gehoben werden müssen, ist ein Lifter einzusetzen.
  6. Auf die Arbeitshöhe achten
    Wer das Pflegebett zum Waschen, Anziehen oder Lakenwechsel auf die passende Arbeitshöhe einstellt, sorgt für eine gute Arbeitshaltung. Im Bad unterstützt ein Hocker die rückengerechte Haltung.
  7. Sicher auftreten
    Ein geschlossener Schuh mit fester Fersenkappe, flach aufliegend und mit rutschhemmender Sohle sorgt für einen sicheren Stand.
  8. Auf dem Laufenden bleiben
    Nur regelmäßiges praktisches Üben und Fortbilden ermöglicht ein sicheres, rückengerechtes Handeln.
  9. Für Ausgleich sorgen
    Belastungswechsel sind wichtig. Der vielseitige Pflegealltag lässt sich nutzen, um Phasen körperlicher Beanspruchung wie einseitige Haltungen oder Bewegungsmangel zeitnah auszugleichen. Auch die Pausen dürfen nicht vergessen werden.
  10. Alltag aktiv gestalten
    Regelmäßige Gymnastik, Bewegung und Entspannung sorgen zusätzlich für einen angemessenen Ausgleich. Sie tragen dazu bei, Körper und Seele fit zu halten.

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