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DBfK-Umfrage

35 % erwägen Berufsausstieg

Mehr als jeder dritte Pflegende (35,2 %) hat in den vergangenen 12 Monaten darüber nachgedacht, den Beruf aufzugeben und eine andere Tätigkeit zu beginnen. Rund 40 % erwägen, den Arbeitgeber zu wechseln. Dies sind zentrale Ergebnisse einer Online-Umfrage des Deutschen Berufsverbandes für Pflegeberufe (DBfK). 2373 Personen nahmen vom 1. Dezember 2018 bis 16. Januar 2019 an der anonymen Befragung teil.

Die eigentliche Intention der Befragung war es, ein Meinungsbild zu guter Dienstplanung in der Pflege zu erhalten. Der DBfK habe jedoch die Gelegenheit nutzen wollen, auch eine Frage zu einem potenziellen Arbeitgeberwechsel und Berufsausstieg zu stellen.

Was macht ein guter Dienstplan aus?

Die Ergebnisse zum Thema Dienstplanung zeigen nach Ansicht des DBfK eine "eindeutige Hierarchie der Kriterien, die aus Sicht von Pflegenden für einen guten und nachhaltigen Dienstplan gelten müssen." An erster Stelle sei dies genügend Personal, um das Arbeitsaufkommen angemessen abdecken zu können. An zweiter Stelle wurde ein mindestens 4-wöchiger Vorlauf vor dem ersten Geltungstag genannt, gefolgt von einem integrierten Puffer für kurzfristigen Personalausfall sowie Verlässlichkeit.

"Ein dramatischer Befund"

Die Angaben der Befragten zu Wechselgedanken und Berufsausstieg seien laut DBfK ein "dramatischer Befund." Vor dem Hintergrund des bereits heute gravierenden Personalmangels in der Pflege und dem steigenden Bedarf an Pflegefachpersonen seien die Befragungsergebnisse "besorgniserregend" und sollten Verantwortliche in Politik und Unternehmen dazu veranlassen, ihre "bisherigen Strategien zu überdenken."

Es könne zwar davon ausgegangen werden, dass die meisten Pflegefachpersonen, die gelegentlich über einen Arbeitgeberwechsel oder Berufsausstieg nachdenken, letztlich diesen Schritt nicht gingen, etwa weil sie den Aufwand scheuten und ihren Beruf liebten. Dennoch könne sich kein Arbeitgeber sicher sein. "Loyalität ist keine Einbahnstraße", so der DBfK in einer Mitteilung zur Studie.

Die Ergebnisse im Detail können Sie hier abrufen.

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