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Positives Votum

NRW: 79 % wollen Pflegekammer

Der nordrhein-westfälische Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) hat am Mittwoch in Düsseldorf die Ergebnisse einer repräsentativen Befragung unter den Pflegefachpersonen in Nordrhein-Westfalen (NRW) vorgestellt. Die Befragung sollte klären, ob und, wenn ja, in welcher Form eine Interessenvertretung für die Pflege gegründet werden soll.

Die Ergebnisse der Befragung

  • 86 % der insgesamt 1.503 Befragten wünschten sich grundsätzlich eine Interessenvertretung.
  • 59 % befürworteten ausschließlich die Gründung einer Pflegekammer, 7 % plädierten für einen Pflegering.
  • 20 % befürworteten sowohl die Errichtung einer Pflegekammer als auch eines Pflegerings.
  • 8 % haben sich gegen eine Interessenvertretung für die Pflege ausgesprochen.
  • 6 % waren unentschlossen.
  • Weitere ausführliche Zahlen können dem detaillierten Ergebnisbericht entnommen werden.

Laumann: Pflegekammer zügig errichten

Laumann begrüßte das Votum: "Das Ergebnis zeigt: 79 % der Pflegefachkräfte wollen eine Pflegekammer. Dass die Pflegekammer eine so deutliche Mehrheit bekommen hat, freut mich natürlich sehr."

Der Minister plädierte dafür, die Entscheidung konsequent umzusetzen und die Pflegekammer zügig zu errichten. Laumann: "Mein Ziel ist es, dass der entsprechende Gesetzentwurf noch vor der Sommerpause im Landtag eingebracht wird. Ich möchte die Kammer zu einer starken Stimme für die Pflege machen. Das funktioniert allerdings nur, wenn ihr wichtige Aufgaben nach dem Vorbild der Ärztekammern übertragen werden. Ich hoffe dabei auf einen engen und intensiven Dialog mit den Pflegeverbänden. Denn: Nur eine starke Pflegekammer kann auf Augenhöhe mit den anderen Akteuren im Gesundheitswesen agieren."

Laumann sicherte zu, den Aufbau der Pflegekammer finanziell mit 5 Millionen Euro zu unterstützen. Langfristig finanziere sich die Kammer aus Gebühren und Beiträgen ihrer Mitglieder.

Die Befragung der Pflegefachpersonen in NRW erfolgte von Oktober bis November 2018 und wurde von August bis November 2018 von einer Informationskampagne begleitet. Pflegefachpersonen konnten sich hierzu in gedruckten Medien, auf einer eigens eingerichteten Homepage und in 131 vom Land geförderten Multiplikatoren-Veranstaltungen informieren.

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