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Geburtshilfe

Das duale Studium für Hebammen kommt

Statt wie bisher an Hebammenschulen ausgebildet zu werden, sollen Hebammen und Entbindungspfleger künftig in einem dualen Studium auf den Beruf vorbereitet werden. Damit will Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) nun das umsetzen, worauf sich die Parteien bereits im Koalitionsvertrag geeinigt hatten.

"Die Anforderungen an Geburtshilfe steigen ständig", sagte Spahn in dieser Woche den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Hebammen helfen beim Start ins Leben. Dafür brauchen sie die bestmögliche Ausbildung — theoretisch und praktisch."

Mit dem dualen Studium verknüpfen die künftigen Hebammen Vorlesungen und Seminare an einer Hochschule mit praktischer Arbeit. Am Ende des für gewöhnlich meist dreijährigen Studiums erlangen sie dann einen Bachelor-Abschluss.

Bisher dauert die Ausbildung an Hebammenschulen oder in Kliniken drei Jahre.

EU-Richtlinie umgesetzt

Mit der Akademisierung setzt Spahn nun auch eine Richtlinie der Europäischen Union um, nach der die Ausbildung für das Berufsfeld bis zum Januar 2020 reformiert sein muss. Vorgegeben sind 12 Jahre Schulbildung. Auch sollen in noch stärkerem Maß als bisher wissenschaftliche Inhalte aus der Frauenheilkunde, Geburtshilfe, Allgemeinmedizin und Pharmakologie vermittelt werden.

Der Deutsche Hebammenverband dringt auf eine schnelle Umsetzung der Reform. Damit werde die bestmögliche Versorgung von Frauen und Kindern erzielt und ein traditioneller Frauenberuf aufgewertet, sagte die Verbandspräsidentin Ulrike Geppert-Orthofer am Mittwoch in Berlin. Deutschland sei das letzte Land in der EU, das Hebammen noch nicht an Hochschulen ausbilde.

SPD-Fraktionsvize Karl Lauterbach argumentierte: "Das Studium für Hebammen kann nur Angebot und nicht Pflicht sein." Viel wichtiger seien eine bessere Bezahlung von Hebammen und Kliniken für Geburten.

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