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Seniorenorganisation fordert mehrmonatige Pflegezeit

Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO) hat eine mehrmonatige Pflegezeit nach dem Modell der Elternzeit gefordert. Mehrmonatige berufliche Freistellungen sollten – wie beim Elterngeld – aus Steuergeldern finanziert werden. Vor allem aber brauchten die Pflegenden eine Rückkehrgarantie in ihren Betrieb. Deshalb seien gesetzliche Neuregelungen notwendig.

Änderungen seien auch beim Anspruch auf zehn arbeitsfreie Tage bei kurzzeitiger Verhinderung durch Pflegeaufgaben notwendig. Beschäftigten mit Pflegeverantwortung sollten diese zehn Tage nicht nur einmalig, sondern jährlich zustehen, wie berufstätigen Eltern, deren Kinder erkranken. Zudem müssten die Tage flexibel eingesetzt werden können. Alle Ansprüche müssten unabhängig von der Zahl der Beschäftigten gelten und auch kurzfristig in Anspruch genommen werden können.

"Was uns für Eltern heute als selbstverständlich erscheint, muss auch für pflegende Angehörige gelten", sagte der BAGSO-Vorsitzende und ehemalige SPD-Vorsitzende Franz Müntefering am Dienstag in Bonn. Pflegende Angehörige brauchten mehr Unterstützung. "Sie brauchen eine staatlich finanzierte Lohnersatzleistung – mindestens für einige Monate", so Müntefering weiter.

Die aktuellen Regelungen des Pflegezeitgesetzes, die zur Vereinbarkeit von beruflichen und pflegerischen Aufgaben beitragen sollen, reichten nicht aus. Das zinslose Darlehen, das pflegenden Angehörigen seit 2015 angeboten wird, sei 2017 lediglich 181-mal bewilligt worden und habe sich damit nicht bewährt.

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