Das Erhaltungsmodell nach Levine in der präoperativen Anästhesiepflegevisite kann helfen, Patienten Angst und Stress vor dem bevorstehenden Eingriff zu nehmen. Dies verbessert den Anästhesieverlauf sowie den individuellen perioperativen Pflegeprozess und erhöht die Zufriedenheit sowohl des Personals als auch der Patienten.
Jeder Mensch hat verschiedene adaptive Reaktionen, die je nach Alter, Geschlecht und Krankheit variieren. Das grundlegende Konzept von Myra Estrin Levines Theorie ist die Erhaltung. Befindet sich ein Mensch in der Erhaltungsphase, kann er sich mit geringster Anstrengung an gesundheitliche Herausforderungen anpassen. Der Kern von Levines Modell ist, das körperliche und emotionale Wohlbefinden einer Person zu verbessern, indem Energie, Struktur und persönliche sowie soziale Integrität erhalten werden [1].
Konzeptuelles Pflegemodell: Erhalt von Energie, Struktur, persönlicher und sozialer Integrität
Im Rahmen einer bevorstehenden Operation mit Anästhesie und Aufenthalt im Aufwachraum oder auf einer Intensivstation sind die Prinzipien des Erhaltungsmodells für die Ganzheitlichkeit der Patientinnen und Patienten von großer Bedeutung, um die persönliche Integrität und Individualität zu erhalten.
Rund zwei Drittel bis drei Viertel der Patienten erleben eine Operation als ein außerordentliches Ereignis und befinden sich in einer Stresssituation mit Gefühlschaos. Sie hoffen auf Heilung, haben Angst vor einem schlechten Befund, postoperativen Schmerzen oder gar dem Tod [2, 3]. Die meisten Patienten haben keine Erfahrungen mit und kaum Vorstellungen von dem operativen Setting; sie wissen nicht, was sie erwartet.
Eine finnische Studie, die sich mit der intraoperativen Pflege aus Sicht der Patienten beschäftigt hat, belegt, dass sich 33 Prozent der Teilnehmenden den Besuch des Anästhesiepflegepersonals vor ihrer Operation wünschen, um nicht nur ärztlicherseits aufgeklärt zu werden, sondern auch den kompletten Ablauf aufgezeigt zu bekommen, Ängste anzusprechen, individuelle Bedürfnisse zu kommunizieren und die Mitarbeitenden der Anästhesiepflege kennenzulernen [4].
Ziel der professionellen Pflege im operativen Setting muss es sein, die zwischenmenschliche Zuwendung darauf auszurichten, Körper, Geist und Seele der Patienten in Einklang zu bringen sowie deren Selbstheilungskräfte und Selbsthilfe zu aktivieren. Der Mensch wird in seiner Ganzheit wahrgenommen; er wird nicht auf seine Krankheit oder Verletzung reduziert, sondern ihm wird mit Menschlichkeit und Würde begegnet [5].
Die Berücksichtigung der Individualität und die Erhaltung von Energie, Struktur sowie persönlicher und sozialer Integrität begünstigen den Anästhesieverlauf. Ausgehend von der Hypothese, dass eine patientenorientierte Gesprächsführung und ein professioneller Pflegeprozess den Anästhesieverlauf für jeden einzelnen Patienten positiv beeinflussen können, stellt sich die Frage, wie das Erhaltungsmodell von Levine in die anästhesiologische Pflegepraxis zu integrieren ist, um bestmögliche Voraussetzungen für eine bevorstehende Operation mit perioperativem Aufenthalt zu schaffen.
Ein gemeinsames Pflegeassessment ist dabei von Bedeutung, um die Bedürfnisse der Patienten zu erfassen, zu beurteilen und wichtige Vorinformationen für die Behandlung festzuhalten, um diese für die peri- und postoperative Weiterversorgung nutzen zu können.
Levine sieht den Menschen als ein ganzheitliches, offenes Erhaltungssystem, das mit seiner Umwelt interagiert und sich dieser anpasst. Das Erhaltungsmodell ist ein konzeptuelles Pflegemodell, das einen unverkennbaren Bezugsrahmen und kohärentes, in sich vereinheitlichtes Denken über Ereignisse und Prozesse bietet.
Konzeptuelle Pflegemodelle entstehen durch empirische Beobachtungen und intuitive Erkenntnisse aus bereits bestehenden Vorstellungen verschiedener Forschungsbereiche.
Das Erhaltungsmodell von Levine ist durch Deduktion gekennzeichnet: Spezifische Situationen werden als Beispiele für allgemeinere Erkenntnisse angesehen. Levine zieht Erkenntnisse aus allen Wissensbereichen heran, die zur Entwicklung des Pflegeprozesses beitragen. Das Erhaltungsmodell befasst sich mit allen vier Begriffen des Metaparadigmas der Pflege – Person, Umwelt, Gesundheit und Pflege – und verbindet sie miteinander [6].
Schlüsselkonzepte des Erhaltungsmodells
Erhaltung. Die Erhaltung beschreibt die Art und Weise, wie komplexe Systeme auch bei schwerwiegenden Herausforderungen weiter funktionieren können. Die Erhaltung ermöglicht jedem Einzelnen, effektiv auf die Veränderungen seines Körpers zu reagieren und gleichzeitig seine Einzigartigkeit als Person zu bewahren. Sie ist das Produkt von Anpassung, einschließlich Pflegeintervention und Patientenbeteiligung, um ein sicheres Gleichgewicht zu erhalten [1].
Anpassung. Die Anpassung ist ein Prozess der Interaktion von Individuum und Umfeld. Sie bestimmt, wie sich ein Patient an die Realität seiner neuen Gesundheitssituation anpasst. Je besser sich ein Patient anpassen kann, desto besser kann er auf Behandlung und Pflege reagieren [7]. Fortlaufend erfolgt eine Selektion von Reaktionen auf verschiedene Umwelteinflüsse.
Dabei lernt der Mensch, welche Signale seine Beachtung erfordern und welche er gefahrlos ignorieren kann. Beispiele dafür sind „Kampf oder Flucht“-Reaktionen, Reaktionen auf Stress und die Entzündungsimmunreaktion, wobei der Körper unbewusst die notwendigen Mechanismen aktiviert, um sich zu schützen und zu regenerieren [7].
Ganzheitlichkeit. Zur Ganzheitlichkeit zählen die Einheit, Integrität, Einzigartigkeit und Gesamtheit der menschlichen Erfahrungen, aber auch das Umfeld jedes Individuums [7]. Es gilt, die physischen, psychischen und sozialen Bedürfnisse des Patienten zu ermitteln und diese Kenntnisse als Grundlage zur professionellen Pflege nutzbar zu machen. Der Patient wird dadurch als ganze Person und nicht nur als Krankheit betrachtet.
Hauptprinzipien des Erhaltungsmodells
Erhaltung der Energie des Individuums. Die Erhaltung der Energie bezieht sich auf den Ausgleich von Energiezufuhr und -abgabe, um übermäßige Ermüdung zu vermeiden. Das Erhaltungsmodell beinhaltet daher ausreichende Ruhe, Ernährung und Bewegung [1].
Das Pflegepersonal misst dazu verschiedene Energieparameter: Die Körpertemperatur ist ein Gradmesser für die von lebenden Zellen erzeugte Wärmeenergie. Die Pulszahl ist ein Energiemaß nicht nur der Frequenz, sondern auch der Stärke. Auch die Atemfrequenz und der Blutdruck sind Ausdruck der Energiestärke des Patienten.
Jede und jeder Einzelne reagiert auf Krankheit oder chirurgische Eingriffe mit einem eigenen Maß an Widerstandskraft. Die individuelle Beurteilung dieser spezifischen Widerstandskraft erfordert ein hohes Maß an Professionalität.
Der einzelne Mensch „konserviert“ die verfügbaren Ressourcen, aber auch bei völliger Ruhe erfolgt eine Verausgabung von Energie für die stetigen Lebensvorgänge Stoffwechsel, Bewegung und Wachstum [7].
„Ganz deutlich wird die Erhaltung der Energie bei Schwerkranken, die sichtlich lethargisch, zurückgezogen und mit sich selbst beschäftigt sind, während ihr Körper in seiner Weisheit seine Energiereserven auf den Heilungsprozess verwendet“ [8].
Erhaltung der strukturalen Integrität des Individuums. Die Erhaltung der strukturellen Integrität bezieht sich auf die Erhaltung oder Wiederherstellung der Körperstruktur, die Verhinderung eines körperlichen Zusammenbruchs und die Förderung der Heilung [1]. Von frühester Kindheit an lernt der Mensch, Vertrauen in die Fähigkeit des Körpers zur Selbstheilung zu haben.
„Genesung ist der Schutz der Ganzheit. Es gibt wunderbare Fähigkeiten zur Erneuerung des Gewebes […]. Pflegemaßnahmen [sind] auf eine Begrenzung von Wunden anzulegen, um so eine möglichst kleine Narbe zu erhalten, die die Funktion nicht beeinträchtigt“ [8].
Korrektes Lagern verhindert Subluxationen oder Kontrakturen und das Entstehen eines Dekubitus, sodass die Gelenke beweglich, der Muskeltonus und die Unversehrtheit der Haut erhalten bleiben. Der Mensch erhält so seine Mobilität und ist in seiner strukturalen Integrität möglichst wenig beeinträchtigt.
Erhaltung der personalen Integrität des Individuums. Die Erhaltung der persönlichen Integrität bedeutet, das Individuum strebt nach Anerkennung, Respekt, Selbstbewusstsein, Selbstbestimmung und Selbstverwirklichung [1].
„Die Erhaltung der personalen Integrität zeigt auf, dass das ,Ich-Gefühl‘ weitaus mehr ist als eine körperliche Erfahrung des gesamten Körpers“ [8].
Bei der Aufnahme der Pflegeanamnese ist zu beachten, dass die Privatheit des zu Pflegenden gewahrt bleibt. Es ist sensibel abzuschätzen, ob die Nutzung privater Informationen im Rahmen der Pflegeplanung abträglicher für die persönliche Integrität des Patienten ist, als wenn dem Wunsch Rechnung getragen wird, die Informationen für sich zu behalten [7].
Myra Estrin Levine
Myra Estrin Levine (1920–1996) war eine US-amerikanische Krankenschwester, Theoretikerin, Autorin, Naturwissenschaftlerin und Forscherin. Sie erhielt unter anderem den Master of Science und zahlreiche Auszeichnungen, darunter 1991 die Ehrendoktorwürde (Dr. of Humane Letters) der Loyola University in Chicago und das American Journal of the Year für die erste und zweite Ausgabe ihres Buches Introduction of Clinical Nursing in den Jahren 1969 und 1973. Levine empfand als Pflegende die moralische Verpflichtung gegenüber den nach Selbstverwirklichung strebenden Patienten und legte Wert auf eine professionell kontrollierte, soziale Beziehung zwischen Gepflegtem und Pflegeperson.
Erhaltung der sozialen Integrität des Individuums. Der Mensch wird als jemand anerkannt, der in einer Familie, einer Gemeinschaft, einer religiösen Gruppe, einer ethnischen Gruppe, einem politischen System und einer Nation lebt [1]. Der Grundsatz der Erhaltung der sozialen Integrität ergibt sich daraus, dass das Selbst eine Bestimmung jenseits des Individuellen braucht. Individuen definieren sich über ihre Beziehungen [7]:
„Unbestritten ist jenes Individuum am ehesten in der Lage, sich Verhaltensentscheidungen zu stellen […]. Häufig beruht der Erfolg eines Coping-Musters darauf, dass der Betreffende durch eine Gruppe, die seine Sorgen und Nöte teilt, Unterstützung und Ermutigung erfährt. Daher sollte keine Diagnose angestellt werden, die nicht andere Personen, deren Leben mit der betreffenden Person verflochten ist, einschließt“ [8].
Das Pflegepersonal sollte mittels Angehörigengesprächen den Patienten dabei unterstützen, seinen Platz in der Familie, Gemeinschaft und Gesellschaft zu bewahren. Für die Pflege bedeutet die Betreuung des Patienten ein hohes Maß an Verantwortung und Entscheidungsfreiheit, in seine Lebensumstände einzugreifen. Die zwischenmenschliche Beziehung von Pflegenden und Pflegeempfängerinnen und -empfängern muss geprägt sein von Ehrlichkeit, Aufrichtigkeit, Empathie und gegenseitiger Achtung [7].
Anwendung im Pflegeprozess
Die Entscheidungen für eine pflegerische Intervention müssen auf dem einzigartigen Verhalten des einzelnen Patienten basieren. Demnach ist die patientenzentrierte eine individualisierte Pflege. Denn jeder Mensch ist ein einzigartiges Individuum und benötigt eine entsprechend einzigartige Konstellation von speziell für ihn entwickelten Fähigkeiten, Techniken und Ideen [1]. Pflegetheorien und -modelle müssen zu Veränderungen in der Art und Weise der Pflege führen. Das Erhaltungsmodell bewährt sich letztlich im pragmatischen Alltagsumgang von Patient und Pflegepersonal [7].
Die professionelle Anwendung in der Pflegeanamnese, -planung, -intervention und Evaluation führt zu einer ganzheitlichen Versorgung und einer Verbesserung der Pflegequalität. Speziell für die Anästhesieabteilung lässt sich das Erhaltungsmodell in Form einer präoperativen Pflegevisite integrieren.
Einfluss der individuellen Persönlichkeit auf den Anästhesieverlauf
Individuelle Persönlichkeit. Eine Operation ist immer verbunden mit Unsicherheit und Ängsten. Die adaptiven Reaktionen sind bei jedem Einzelnen anders ausgeprägt und beeinflussen das Erleben des Aufenthalts im operativen Setting und somit die psychischen und physischen Auswirkungen. Entscheidend dabei sind auch die Compliance und die Adhärenz des Patienten, diese wirken sich auf das individuelle Entscheidungsverhalten aus. Es kann zu einer Ignoranz der Krankheit oder eines Risikos kommen oder auch zur Ausblendung eines alternativen Anästhesieverfahrens.
Jeder hat verschiedene Verarbeitungsstrategien. Bei einigen Patienten besteht ein sehr hohes Informationsbedürfnis, bei anderen eine grundsätzliche Informationsvermeidung. Wobei nicht unbedingt der Umfang der Information ausschlaggebend für die Reduktion der Angst ist, sondern wie zufrieden der Patient mit der erhaltenen Information ist [9]. Deshalb ist es notwendig, präoperativ eine vertrauensvolle Beziehung zwischen dem Patienten und dem Anästhesiepflegepersonal aufzubauen, die individuellen Bedürfnisse und Ressourcen zu erfahren und gemeinsame Ziele und Strategien zu erarbeiten. Somit wird der Patient professionell durch Information und Zuwendung auf die ungewohnte und beängstigende Situation vorbereitet.
Emotionale Belastungszustände. Emotionale Belastungen wie Ängste und Stress – ebenso Scham und Aggressionen – erhöhen den Stoffwechsel, führen zu einem erhöhten Anästhesiebedarf und können negativ kreislaufwirksam sein. Angst ist laut der North American Nursing Diagnosis Association ein „unbestimmtes Gefühl des Unbehagens […], eine Besorgnis, die durch eine Antizipation der Gefahr hervorgerufen wird. Es ist ein Warnsignal für drohende Gefahr und ermöglicht dem Individuum, Maßnahmen zum Umgang mit der Gefahr einzuleiten“ [10].
Patienten haben vor der Operation verschiedene Ängste, zum Beispiel Angst vor
- dem Unbekannten,
- Kontrollverlust,
- Beeinträchtigung der körperlichen Integrität und der Intimsphäre,
- dem Gefühl des Ausgeliefertseins, der Abhängigkeit von anderen,
- körperlichem Unwohlsein – Hunger, Durst, Schmerzen und Frieren,
- dem Zwang, ruhig liegen zu bleiben,
- Übelkeit und Erbrechen,
- der Diagnose und den Befunden,
- postoperativen Einschränkungen oder Entstellungen,
- dem Misslingen des Eingriffs,
- der ungewohnten Umgebung,
- dem Nichtverstehen der Fachsprache,
- bedrohlichen Geräuschen,
- ungewohntem Aussehen des Personals infolge Mundschutz und OP-Haube [11].
Patienten haben spezielle Narkoseängste. Dazu gehören:
- nicht wieder zu erwachen,
- Erstickungsangst,
- etwas auszuplaudern oder Geheimnisse zu verraten,
- während der Operation zu erwachen,
- Verlust von Bewusstsein und Selbstkontrolle sowie
- Trennungsängste – vorwiegend bei Kindern [12].
Das Erleben von Angst löst körperliche und emotionale Prozesse aus, die den Patienten erheblich stressen und den gesamten prä-, intra- und postoperativen Verlauf negativ beeinflussen können.
Physiologische und psychologische Auswirkungen. Stress stimuliert das vegetative Nervensystem, vor allem den Sympathikus und die Hypophyse. Dadurch erhöhen sich Herz- und Atemfrequenz, Blutdruck, Atemminutenvolumen, Muskeldurchblutung, myokardialer Sauerstoffverbrauch und Blutgerinnung, die Durchblutung von Haut und Organen nimmt ab, es kommt zu Denkblockaden und zur Mobilisation von Fettreserven und Glucose [13].
Ein Patient mit einem hohen Maß an präoperativer Angst und begleitendem Stress weist einen signifikant erhöhten Narkosemittelbedarf sowie einen gesteigerten postoperativen Schmerzmittelbedarf auf. Stress triggert das endokrine System und aktiviert das sympathische Nervensystem, es kommt zur hämodynamischen Instabilität. Die Stressreaktionen beeinflussen somit wesentlich die Narkoseeinleitung, die Aufrechterhaltung und Ausleitung der Narkose. Es kommt häufiger zu Komplikationen, wodurch sich die Dauer des Krankenhausaufenthalts verlängert, und die Mortalitätsrate steigt. Die Angst hat ebenfalls deutliche Auswirkungen auf die Patientenzufriedenheit [12].
Aufgrund des hohen Risikos für den gesamten Anästhesieverlauf muss es dem Anästhesiepflegepersonal ein wichtiges Anliegen sein, den Patienten im Vorfeld optimal auf die ungewohnte Situation vorzubereiten und ihn in Anlehnung an das Erhaltungsmodell von Levine wertschätzend und empathisch zu betreuen, um die präoperative Angst und somit den Stress auf ein Minimum zu reduzieren [14].
Nutzen des Erhaltungsmodells für den Anästhesieverlauf und die Pflege
In der präoperativen Pflegevisite. Die präoperative Pflegevisite ist ein einmaliger Besuch der Anästhesiepflegeperson beim Patienten zu einem Gespräch über den Pflegeprozess [4]. Der Pflegeprozess umfasst Pflegeanamnese, -diagnosestellung, -ziele, -planung und -durchführung sowie die Evaluation. Bei der präoperativen Pflegevisite stehen die individuellen Einschränkungen, Bedürfnisse, Bedarfe und Ressourcen des Patienten im Vordergrund, die für den gesamten Verlauf des Operationstages, von Einschleusung bis Verlegung aus dem Aufwachraum, von Bedeutung sind.
Die von dem Pflegepersonal auf Station bereits erfassten Daten umfassen meist nicht alle relevanten Informationen, um den Patienten prä-, intra- und postoperativ optimal zu versorgen. Es werden die Einzelheiten von der Pflegeanamnese bis zur Pflegeplanung besprochen und gemeinsame Ziele und Interventionen erarbeitet. Der Patient wird über die Abläufe informiert und darüber, was ihn am Tag der Operation im Einzelnen erwartet.
Die Betreuung des Patienten erfolgt durch professionelle Kommunikation, das Schaffen einer beruhigenden Atmosphäre, das Vermitteln von Sicherheit und das Aufbauen von Vertrauen und Zuversicht, um die präoperative Angst zu reduzieren [15]. Während der präoperativen Pflegevisite hat der Patient Gelegenheit, mit dem Anästhesiepflegepersonal über Ängste und Sorgen zu sprechen. Daraufhin lässt sich ein entsprechender Pflegeplan für die perioperative Phase entwickeln [16].
In der Pflegeplanung. Patientengerechte Pflege prä-, intra- und postoperativ muss jede Krankheit stets als empfindlichen Eingriff in das Gleichgewicht der menschlichen Dimension und jede Operation als nicht zu unterschätzenden Eingriff in das Leben eines Menschen verstehen und danach ausgerichtet sein [17].
Mit der Anwendung der Theorie von Levine steht dem Anästhesiepflegepersonal ein strukturiertes Konzept zur professionellen Erfassung von Informationen über den Patienten zur Verfügung, das die Ganzheitlichkeit der Persönlichkeit und dessen individuelle Bedürfnisse umfasst. Auf dieser Grundlage erarbeitet das Anästhesiepflegepersonal in Zusammenarbeit mit dem Patienten eine optimale Pflegeplanung. Je intensiver und detaillierter die Einschätzung der Ausgangssituation des Patienten erfolgt, desto wirkungsvoller lassen sich situationsgerechte Maßnahmen treffen.
Die Beeinträchtigung des Gleichgewichts und der Funktionsfähigkeit der Regelmechanismen ist nicht vorhersehbar. Die Adaption ist individuell abhängig von vorhandenen Ressourcen, von Dispositionen und Stress. Die Gefühle und Befindlichkeiten vor der Operation beeinflussen das Verhalten sowie die Art und Weise, wie mit Krankheit, Schmerzen und der neuen Situation umgegangen wird. „Die Frage nach dem Menschen als Person stellt sich daher vor der Frage nach der Diagnose oder der vorgesehenen Operation“ [17].
Aufgabe des Anästhesiepflegepersonals ist es, gemeinsam mit dem Patienten die präoperativen Gefühle zu erkennen, zu benennen und wertzuschätzen sowie vorhandene Ressourcen zu nutzen, um ihm bei der Anpassung an die Veränderungen zu helfen, die sich aus der Krankheit und der daraus folgenden Operation ergeben. Dabei ist zu beachten, dass der Patient sein Einverständnis für die präoperative Pflegevisite gibt und bereit ist, aktiv am Pflegeprozess teilzunehmen. Ebenso ist er zu fragen, wie viele Informationen er erhalten hat und worüber er informiert werden möchte.
Die von den Pflegefachpersonen der Station mittels standardisierten Aufnahmebogens erfasste Patientenanamnese und die Informationssammlung aus der ärztlichen Prämedikationsvisite können für die präoperative Pflegevisite genutzt werden. Um optimal auf die individuelle Situation im operativen Setting einzugehen, ist es hilfreich, zusätzlich ein spezielles auf das Erhaltungsmodell von Levine ausgerichtetes Assessment zu erstellen und anzuwenden. Dabei sollten die vier Hauptprinzipien als Leitfaden für den Pflegeprozess dienen, um die Pflegeziele und Interventionen individuell bestmöglich herauszuarbeiten und die Ganzheitlichkeit und Einzigartigkeit des Patienten zu erfassen. Patientenbezogene Ziele der präoperativen Pflegevisite [4] sind
- die Einbeziehung der Patienten in das perioperative pflegerische Geschehen,
- die Mitwirkung der Patienten an ihrer Pflege,
- eine verbesserte Darstellung der Pflegeprobleme und Ressourcen,
- die Erhebung der aktuellen Bedarfe,
- das Stellen der Pflegediagnosen,
- die Erhebung der aktuellen Compliance zur Mitarbeit,
- die gemeinsame Erarbeitung der Pflegeziele und der Pflegeplanung [16],
- eine Enkulturations- und Rollenbewältigungshilfe,
- die Beseitigung von Fehlerwartungen, Fehlhaltungen und Unwissenheit,
- die Verbesserung der Befindlichkeit und der Compliance sowie
- die Informationen über den perioperativen Verlauf.
Um möglichst wenig Veränderungen in die Gewohnheiten des Patienten zu bringen, eine Wohlfühlatmosphäre zu schaffen und Vertrauen aufzubauen, sollten auf dem Erhebungsbogen nach dem Erhaltungsmodell von Levine verschiedene Kriterien verankert sein, die Hinweise für den Operationstag geben können, den Wünschen und Bedürfnissen des Patienten entsprechen – immer individuell abhängig von der jeweiligen Operation und dem gewählten Anästhesieverfahren.
Patientenwünsche und -bedürfnisse – Kriterienabfrage
Erhaltung der Energie. Die Prämedikation erfolgt so spät wie möglich, aber so früh wie nötig auf Station, damit der Patient noch eine lange Zeit aufstehen und sich bewegen kann. Das Trinken geringer Mengen Wasser ist bis zum Abholen in den Operationssaal und nach der OP im Aufwachraum denkbar. Es ist eine angenehme und ruhige Atmosphäre zu schaffen. Auf Station ist eine weitestgehend ungestörte Nachtruhe zu gewährleisten. Ebenso ist vorher abzuklären, ob der Patient es lieber wärmer oder kühler mag, um die Maßnahmen, die im Wärmemanagment verankert sind, für den Patienten entsprechend einzusetzen. Die Schmerztherapie erfolgt nach dem individuellen Schmerzempfinden, abgefragt nach der numerischen Rating-Skala, und bei zu erwartender Übelkeit und Erbrechen nach der Operation ist vor der Operation die Gabe von Antiemetika vorzusehen und gegebenenfalls das Narkoseverfahren darauf auszurichten.
Erhaltung der strukturalen Integrität. Der Patient bleibt so lange wie möglich bequem im Bett liegen. Die bevorzugte Lagerung ist vorher abzusprechen, abhängig von eventuellen körperlichen Einschränkungen. Das Legen von Venenverweilkanülen wird auf die kleinstmögliche Größe und geringste Anzahl beschränkt. Es erfolgt eine Vorinformation zu bevorstehenden Beeinträchtigungen infolge der Operation wie Verbände, Drainagen, Katheter, Kabel für die Überwachung der Vitalfunktionen und Ähnlichem. Das Mitbringen von persönlichen Lagerungshilfen ist zu berücksichtigen.
Erhaltung der personalen Integrität. Der Patient muss im Gespräch nichts offenbaren, was nicht gewollt ist. Die Zahnprothese kann bis vor Einleitung der Narkose im Mund verbleiben. Hörgeräte und Sehhilfen kann er bis kurz vor der Einleitung tragen. Nagellack ist erlaubt, ebenso sind Gelnägel sowie dezentes Make- up gestattet. Das Rasieren des Operationsgebiets (falls erforderlich) kann auf Wunsch selbstständig erfolgen. Eigene warme Socken kann der Patient anbehalten – je nach OP-Gebiet, natürlich nicht bei Operation an den Beinen. Persönliche Musikdatenträger und Kuscheltiere darf er mitbringen. Das Operationshemd wird erst nach Narkoseeinleitung vollständig ausgezogen. Religiöse Besonderheiten sind zu respektieren und weitestgehend zu beachten.
Erhaltung der sozialen Integrität. Angehörige können bei der präoperativen Pflegevisite dabei sein und Hinweise sowie Unterstützung geben. Der Patient darf Glücksbringer mit in den Operationssaal nehmen, dünne Kopftücher als kulturelle Besonderheiten dürfen sie unter der OP-Mütze tragen. Angehörigen ist anzubieten, sie nach der Operation anzurufen. Eltern dürfen ihre Kinder bis zur Einschleusung begleiten, sind nach Eintreffen ihrer Kinder im Aufwachraum zu informieren und können sie in der Aufwachphase trösten und unterstützen.
Die genannten Interventionen erheben nicht den Anspruch auf Vollständigkeit. Zusätzlich ließen sich individuelle Wünsche, Bedürfnisse, Bedarfe oder Notwendigkeiten auf dem Erhebungsbogen notieren. Ein in einer brasilianischen Studie [18] erstelltes Datenerhebungsinstrument zur präoperativen Pflegevisite kann als Vorlage dienen. Die Kombination aus der Pflegeanamnese auf der Station, der ärztlichen Prämedikationsvisite und des Erhebungsbogens der Anästhesiepflege stellt umfassend den Patienten in seiner Ganzheitlichkeit und Individualität in der aktuellen Situation dar. Sie bildet eine optimale Grundlage für die gemeinsame Erstellung von Pflegediagnose, -ziel und -planung. Erst mit der Bereitschaft einer Pflegeperson, die Wahrnehmungen, Leiden und das Erleben des Patienten in seiner Situation empfindsam und einfühlend zu verstehen und ihn als „Experten“ für sein Kranksein zu akzeptieren, lassen sich psychosoziale Pflegeprobleme und -diagnosen stellen und validieren [19].
Modellanwendung in der Pflegevisite
Einfluss auf die Belastungszustände. Das Eingehen der Anästhesiepflegepersonen auf die Ganzheitlichkeit eines Patienten und die umfassende Einbeziehung aller vier Hauptprinzipien des Erhaltungsmodells in der gemeinsamen Pflegeplanung bereiten den Patienten bestmöglich auf die Operation vor. Die Erhaltung der Energie und Strukturen des Patienten führt zu einer verbesserten Anpassung und zu einer erhöhten Widerstandskraft. Alle Ressourcen werden genutzt, um das Gleichgewicht bestmöglich zu erhalten. Angst und Stress sind reduziert, dies führt zu einer höheren hämodynamischen Stabilität. Eine Studie aus 2013 zeigt eine signifikante Reduktion der Angst, eine Stabilisierung der Vitalwerte und eine Reduktion der postoperativen Komplikationen nach einem präoperativen Besuch des Anästhesiepflegepersonals [16, 20]
Auswirkungen auf die Zufriedenheit des Patienten. Der Patient ist bei der präoperativen Pflegevisite mitwirkender und gleichberechtigter Gesprächspartner im perioperativen Pflegeprozess. Dies beugt einer Depersonalisierung durch die Reduktion auf die Operation vor [21]. Die empathische Zusammenarbeit, umfassende Information und Aufklärung führen zu einer Angst- und Stressreduktion sowie einer deutlichen Befindlichkeitsverbesserung. Die Rollenbewältigungshilfe, die Verbesserung der Compliance und die Beseitigung von Fehlerwartungen unterstützen diese Effekte [22].
Der Patient erhält eine positivere Einstellung zu seiner Erkrankung und den damit verbundenen Veränderungen und geht mit mehr Zuversicht in die bevorstehende Operation. Er hat ein Vertrauensverhältnis zu der Anästhesiepflegeperson aufgebaut und ist auf den weiteren Verlauf im operativen Setting vorbereitet. Der Patient hat Empfehlungen für sein postoperatives Verhalten bekommen, auch hinsichtlich der Unterstützung durch sein soziales Umfeld, und ist dadurch eher bereit, Hilfsangebote aus der Familie oder dem Freundeskreis anzunehmen.
Eine wissenschaftliche Studie zur Bedeutung der präoperativen Pflegevisite für postoperative Schmerzen zeigte eine höhere Zufriedenheit der visitierten Patienten im Vergleich zu einer Kontrollgruppe. 96 Prozent der Interventionsgruppe hatten das Gefühl, alle Fragen beantwortet bekommen zu haben, und 76 Prozent gaben eine Reduktion der Angst und ein Gefühl der Sicherheit an [23]. Patienten bewerten die Verständlichkeit des Informationsgehalts von Krankenpflegepersonen mit 70 Prozent deutlich höher als jene von Ärzten [21, 24].
Nutzen für das Anästhesiepflegepersonal. Die Anwendung des Erhaltungsmodells von Levine im Rahmen einer präoperativen Pflegevisite ermöglicht es dem Pflegepersonal, die Patienten vor der Operation kennenzulernen und mit ihnen gemeinsam den Pflegeprozess zu erarbeiten. Dies gibt den Mitarbeitenden der Anästhesiepflege die Möglichkeit, die Auswirkungen ihres Handelns sichtbar zu machen, und führt zu einer Erweiterung des Pflegeverständnisses.
Die präoperative Pflegevisite macht das Handlungsfeld der Anästhesiepflege transparent. Dies wiederum steigert die Pflegequalität und die Zufriedenheit des Personals, erweitert das Pflegeverständnis und trägt so zur Professionalisierung der Pflege bei. Das Anästhesiepflegepersonal bringt sich aktiv in den Gesundheitsprozess ein. Patienten attestieren ihnen dafür ein sehr gutes Fachwissen und bringen ihnen Anerkennung und Dankbarkeit entgegen. Die Anästhesiepflege erfährt auch berufspolitisch eine Aufwertung im Streben nach mehr Anerkennung für das Berufsbild der Gesundheits- und Krankenpflege [16].
Erhaltungsmodell: sinnvoll, aber wenig beachtet
Die Anwendung des Erhaltungsmodells von Levine bedeutet einen deutlichen Benefit für das Anästhesiepflegepersonal und vor allem für die Patienten. Allerdings gibt es zur Anwendung des Erhaltungsmodells in der Anästhesiepflege in der Literatur nur sehr wenige Studien, die sich auf einzelne Pflegediagnosen oder auf spezielle chirurgische Eingriffe beziehen [20]. Der direkte Zusammenhang des Modells mit der präoperativen Pflegevisite war nur in zwei brasilianischen Studien [18, 25] zu finden. Die Ergebnisse dieser Studien bestätigen die Ansicht der Autorin über die positive Wirkung der Anwendung des Erhaltungsmodells in der präoperativen Pflegevisite. Es wird ein umfassendes Bild der Patienten erstellt und so die Stärken und Schwächen gemäß den vier Erhaltungsprinzipien aufgezeigt.
Bei Levine fließen in die Analyse auch Normen, Konzepte und andere Theorien mit ein. Sie sieht die Familie als einen unerlässlichen Faktor für die Genesung an [18]. Das Modell dient als Instrument zur Systematisierung im Pflegeprozess. Daraus folgt keine Überlastung im Dienst, sondern eine Organisationsform, in der der Patient im Vordergrund steht. Es stärkt die Wissenschaftlichkeit in der Praxis der perioperativen Pflege und die Verantwortung der Pflegepersonen, was zur Autonomie des Berufs führt [18].
In Deutschland findet die präoperative Pflegevisite in der alltäglichen Praxis aus personellen und strukturellen Gründen kaum Anwendung. Auch in der Wissenschaft ist sie wenig beachtet [26]. Derzeit lernen die Patienten das Anästhesiepflegepersonal erst unmittelbar vor der Operation bei der Einschleusung kennen. Ein professioneller Pflegeprozess im perioperativen Setting fehlt.
Die Pflegevisite würde dem Anästhesiepflegepersonal den Raum bieten, sich bewusst mit den pflegerischen Problemen und Ressourcen der Patienten auseinanderzusetzen. Um den Anästhesieverlauf für die Patienten zu optimieren, muss es der Anspruch in der Anästhesiepflege sein, die präoperative Pflegevisite in Anlehnung an das Erhaltungsmodell von Levine zu implementieren. Dies erfordert die Überzeugung und die Motivation aller Mitarbeitenden der Anästhesiepflege, der Anästhesistinnen und Anästhesisten sowie der Pflegedienstleitung.
Es braucht eine Veränderung in der Organisationsstruktur der Abläufe und eine Erhöhung des Personalspiegels im Stellenplan. Der sehr hohe Nutzen für Patienten und Pflegepersonal rechtfertigt den Zeit- und Personalaufwand. Obwohl der perioperative Pflegeprozesses nur einen kurzen Zeitraum umfasst, ist das Erhaltungsmodell sehr gut anwendbar und die weiterführenden Stationen profitieren ebenfalls davon. Das Erhaltungsmodell lässt sich auch an bewusstlosen oder kognitiv eingeschränkten Patienten anwenden, wenn An- und Zugehörige mit einbezogen und individuelle Gewohnheiten und Bedürfnisse erfragt werden.
Die Anpassungsfähigkeit des Modells ist eine seiner größten Stärken [27]. Das Erhaltungsmodell hat die Krankenpflege um eine logische kongruente, ganzheitliche Sicht auf Patienten bereichert [6].
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