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Neuer Krankenhausplan für NRW

Risse: "Chance, pflegerische Vorgaben zu implementieren"

Pflege und Medizin sind gemeinsam zu betrachten, um Krankenhausaufenthalte deutlich zu reduzieren.

Ab 1. September beginnt die praktische Umsetzung des neuen Krankenhausplans in Nordrhein-Westfalen (NRW). Nach Aussage von NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) werde damit die stationäre Versorgung "deutlich gestärkt" – in der Grund- wie in der Spezialversorgung.

Sowohl bei der Erstellung der neuen Rahmenvorgaben als auch beim Verfahren für die praktische Umsetzung in den einzelnen Regionen hätten die Akteurinnen und Akteure des nordrhein-westfälischen Krankenhaussystems "intensiv" mitgewirkt.

Ressource Pflege zielgenau einsetzen

Der stellvertretende Vorsitzende des Errichtungsausschusses der Pflegekammer NRW, Ludger Risse, äußerte sich am Mittwoch zuversichtlich.

"Durch die Beteiligung der Pflege an der Krankenhausplanung ergibt sich die Chance, analog zu ärztlichen Qualitätskriterien, mittelfristig auch pflegerische Vorgaben zum Beispiel für fachbezogene Qualifikation der Pflegefachpersonen zu implementieren."

Die knappe Ressource Pflege sei dabei zielgenau einzusetzen. Aufwendige Leistungen seien dort zu erbringen, wo fachliche Routine auch pflegerische Sicherheit bringe, z. B. in der OP-Nachsorge.

Qualifizierte Pflegefachpersonen seien unverzichtbar, um die klinische Versorgung von Patientinnen und Patienten mit hochwertigen pflegerischen Leistungen zu gewährleisten. Das gelte für alle Fachdisziplinen gleichermaßen, betonte Risse weiter.

Pflege und Medizin gemeinsam betrachten

Zudem müsse die kritische Infrastruktur eine flächendeckende Versorgung der Bevölkerung und ebenso die Bedürfnisse von Menschen mit Pflegebedarf berücksichtigen. Das gelte nicht nur für die Entfernung zum nächstgelegenen Krankenhaus, sondern auch für die Strukturen der Fachabteilungen.

Wenn etwa ein pflegebedürftiger Mensch in der aktuellen Hitzewelle zu Hause dekompensiere, könne nur eine rasch verfügbare medizinische und pflegerische Infrastruktur gewährleisten, diese vorübergehende Gesundheitskrise kurzfristig zu bewältigen.

"Daher sind Pflege und Medizin gemeinsam zu betrachten, mit dem Ziel, durch eine gute regionale Versorgung Krankenhausaufenthalte deutlich zu reduzieren."

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