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Pilotprojekt

M-V und Sachsen setzen auf schnelle Eingliederung ukrainischer Pflegefachpersonen

Pflegende aus der Ukraine sollen ab Sommer schon frühestmöglich eine Tätigkeit als anerkannte Pflegefachpersonen annehmen können.

Die Gesundheitsministerien in Mecklenburg-Vorpommern (M-V) und Sachsen wollen beruflich Pflegenden aus der Ukraine entgegen der gängigen Verfahren schon frühestmöglich eine Tätigkeit als anerkannte Fachpersonen in Krankenhäusern und Pflegeheimen in ihren Bundesländern ermöglichen. Ein entsprechendes Pilotprojekt starte im Sommer, teilte das Ministerium in M-V in der Vorwoche mit.

Spracherwerb und Einarbeitung kombinieren

Nötig sei ein vereinfachtes Verfahren, das das Erlernen der deutschen Sprache bereits mit einer Einarbeitung am künftigen Arbeitsplatz verknüpfe, verdeutlichte die zuständige Ministerin aus M-V, Stefanie Drese.

"Wenn es uns gelingt, eine gute und schnelle Integration in unser Gesundheitssystem zu erreichen, mit einer gemeinsamen Anstrengung von Arbeitgebern, Bildungsträgern und Behörden, dann werden wir hoffentlich auch Fachkräfte, so lange, wie diese es wünschen, hier in Mecklenburg-Vorpommern binden können."

Mind. 14.000 Menschen aus der Ukraine hätten seit Beginn des russischen Angriffskriegs in M-V Zuflucht gefunden. Wie viele davon Pflegefachpersonen sind, ließ die Ministerin offen.

Die ukrainische Ausbildung in der Gesundheits- und Krankenpflege sei mit der deutschen nahezu vergleichbar, führte Drese aus und bezog sich dabei auf Mitteilungen der Gutachtenstelle für ausländische Berufsabschlüsse der Kultusministerkonferenz.

Langwierige Anerkennungsverfahren vermeiden

Bisher sei die Eingliederung ausländischer Fachpersonen über herkömmliche Verfahren langwierig. Die Anwärterinnen und Anwärter müssten Sprachkurse zunächst im Heimatland absolvieren. Im Ankunftsland werde dann geprüft, was zu einer deutschen Berufsurkunde fehle. Anschließend könnten weitere Sprachqualifikationen, Anpassungsmaßnahmen und eine Kenntnisprüfung absolviert werden – bevor erst dann Gespräche mit potenziellen Arbeitgebenden möglich seien.

Ein entsprechendes Konzept für das jetzige Pilotprojekt sei entstanden mit Beteiligung des Bundesgesundheitsministeriums, von Bildungseinrichtungen und Beratungsstellen des Lands, der Krankenhausgesellschaft, des Innenministeriums M-V und der Wilhelmine-Lübke-Stiftung/Kuratorium Deutsche Altershilfe.

Berufliche Fachsprache am Arbeitsplatz trainieren

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge werde Sprachkurse in kleinen Gruppen fördern. Am Arbeitsplatz sollen dann Alltags- und berufliche Fachsprache gefestigt und weiter trainiert werden.

Wie die Klinikgruppe Ernst von Bergmann ukrainischen Pflegenden eine neue berufliche Perspektive bietet, lesen Interessierte in der Juni-Ausgabe von Die Schwester | Der Pfleger. Diese titelt: Heimat auf Zeit – Wie deutsche Kliniken Pflegende aus der Ukraine willkommen heißen.

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