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Onkologie

RKI meldet neue Krebszahlen

Das RKI hat neue Krebszahlen für 2023 veröffentlicht: 517.800 Neuerkrankungen, sinkende Mortalität, deutliche Unterschiede zwischen Tumorarten. Was Pflegefachpersonen wissen sollten.

In Deutschland sind 2023 rund 517.800 Menschen neu an Krebs erkrankt. Das geht aus aktuellen Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) hervor. Knapp die Hälfte der Fälle entfiel auf vier Tumorarten: Prostata-, Brust-, Lungen- sowie Darmkrebs. Trotz steigender absoluter Fallzahlen durch die alternde Bevölkerung zeigt sich bei beiden Geschlechtern ein leichter rückläufiger Trend der altersstandardisierten Inzidenz.

Häufigste Krebsarten und Sterbefälle

Nach den Krebsregisterdaten wurden 2023 etwa 276.400 Männer und 241.400 Frauen neu diagnostiziert. Prostatakrebs lag mit 79.600 Fällen vorn, gefolgt von Brustkrebs (75.900), Lungenkrebs (58.300) sowie Dick- und Enddarmkrebs (55.300).

Die altersstandardisierte Sterberate ist in den vergangenen 25 Jahren deutlich gesunken – bei Männern um 31 Prozent, bei Frauen um 21 Prozent. Im Jahr 2023 starben rund 229.000 Menschen an einer Krebserkrankung. Am häufigsten waren bösartige Tumore der Lunge (45.000 Todesfälle), des Darmtrakts (22.700), des Pankreas (19.400) und der Brustdrüse (18.700).

Lebenszeitrisiko bleibt hoch

Aus den Inzidenzraten ergibt sich ein erhebliches Erkrankungsrisiko für die Bevölkerung. Nach RKI-Angaben erkrankt fast jeder zweite Mann (49 Prozent) und mehr als zwei von fünf Frauen (43 Prozent) im Laufe des Lebens an Krebs. Vor dem 65. Lebensjahr trifft eine Diagnose "etwa jede sechste Frau und jeden siebten Mann".

Unterschiedliche Trends bei einzelnen Tumorarten

Hautkrebs nimmt weiterhin zu, vor allem bei Menschen über 50 Jahren. Dagegen sinken die Raten des Zervixkarzinoms bei jüngeren Frauen – ein Effekt der HPV-Impfung, der laut RKI "bereits sichtbar" ist.

Die Neuerkrankungsraten von Lungenkrebs gehen bei Männern in allen Altersgruppen zurück, während sie bei Frauen über 60 Jahren weiter steigen. Brustkrebs zeigt in der Altergruppe der 30- bis 49‑Jährigen einen kontinuierlichen Anstieg.

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