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Befragung des BIBB

Jeder fünfte Jugendliche kann sich Pflegeausbildung vorstellen

Das Image der Pflegeberufe ist aus Sicht des BIBB entscheidend dafür, ob Jugendliche eine Pflegeausbildung wählen.

Jede bzw. jeder fünfte Jugendliche (19 %) kann sich eine Pflegeausbildung vorstellen. Jede bzw. jeder Zweite (52 %) schließt sie hingegen für sich aus. Dabei tendieren tendieren Jugendliche von Hauptschulen am häufigsten zu einer Pflegeausbildung, Jugendliche der gymnasialen Oberstufe am seltensten. Dies zeigt eine aktuelle Untersuchung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) unter nordrhein-westfälischen Schülerinnen und Schülern zum Image von Pflegeberufen.

Befragt wurden im Herbst 2021 rund 2.400 Jugendliche aus 66 allgemeinbildenden Schulen in Nordrhein-Westfalen.

Image ist entscheidend

Ob sich die Schülerinnen und Schüler eine Pflegeausbildung vorstellen können, hängt aus Sicht des BIBB nicht zuletzt davon ab, welches Image Pflegefachpersonen bei ihnen haben. Sofern sie statusbezogenen Eigenschaften wie Bildung, Intelligenz, Vermögen oder Ansehen aus Sicht der Jugendlichen damit verbänden, neigten sie eher dazu, sich den Beruf vorstellen zu können, weil sie dann verstärkt damit rechneten, mit einer Pflegeausbildung bei Eltern oder Freundinnen und Freunden punkten zu können.

Die in der Studie abgefragten Eigenschaften wie Fleiß, Geschick, Kontaktfreude oder Uneigennützigkeit wirkten sich dagegen kaum auf die erwartete soziale Anerkennung aus. Diese Eigenschaften seien damit auch für das Interesse oder Desinteresse junger Menschen an einer Pflegeausbildung weniger bedeutsam, argumentiert das BIBB.

BIBB-Präsident Friedrich Hubert Esser schlussfolgerte:

"Um mehr junge Menschen für den Pflegebereich zu gewinnen, kommt es darauf an, an der Wahrnehmung der professionellen Pflegeausbildung anzusetzen. Dazu müssen wir verdeutlichen, dass Pflegeberufe nicht nur gesellschaftlich überaus relevante, sondern vor allem auch sehr anspruchsvolle Berufe sind, die von den Beschäftigten ein hohes Maß an Kompetenzen und Qualifikationen erfordern. Hilfreich wäre es zudem, ein bundesweit gültiges Berufslaufbahnkonzept in der Pflege zu entwickeln, durchlässig auszurichten und umzusetzen."

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