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Corona-Tagebuch

Intensivpfleger berichtet über seinen Corona-Alltag

Das Anlegen der ECMO erfordert sehr viel Personal und äußerste Konzentration

Die vierte Welle der Corona-Pandemie stellt das Pflegepersonal erneut vor riesige Herausforderungen. Welche Erfahrungen Pflegefachpersonen konkret auf einer Intensivstation machen, beschreibt der pflegerische Leiter der Intensivstation 43 am Klinikum Saarbrücken, Karsten Schmitt. Seit Mitte November gibt er in seinem Online-Corona-Tagebuch Einblicke in den Pflegealltag während Corona.

Emotionales Auf und Ab

Der Fachpfleger für Anästhesie und Intensivmedizin erläutert:

"Ich möchte deutlich machen, dass dies kein Job wie jeder andere ist, den man einfach abarbeitet. Der Job ist so viel mehr und er birgt ganz viele Emotionen: Empathie, Wut, Traurigkeit und auch mal Freude."

Zwar wüssten viele auch abseits des Krankenhauses um die Herausforderungen, die die aktuell steigenden Infektions- und Intensivbelegungszahlen mit sich brächten. Vom Praxisalltag, "vom emotionalen Auf und Ab für unsere Kolleginnen und Kollegen auf den Intensivstationen wissen wenige".

Schmitt beschreibt weiter:

"Wenn wir junge Patienten wegen fehlender Impfung verlieren, dann nimmt unser Team den Gedanken daran auch nach Feierabend mit nach Hause."

"Spitze des Bergs noch nicht erreicht"

Der psychische und auch physische Druck, den gesamten Arbeitstag über in Schutzausrüstung zu verbringen, sei zudem enorm, viele Pflegefachpersonen auf seiner Station hätten erst nach Stunden die Möglichkeit, die Sachen abzulegen, um etwas zu trinken oder auf die Toilette zu gehen.

"Die für viele Menschen normalsten Dinge der Welt (…) sind uns in dieser Situation nicht selbstverständlich gegeben. Die Kollegen machen weiter, immer mit dem Gedanken, dass die Spitze des Bergs noch nicht erreicht ist."

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