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Arbeitsschutz

Gewerkschaft plädiert für mehr Erholungspausen

Verdi hat Arbeitgeber aufgefordert, die Tragezeit von Mund-Nasen-Schutzmasken zu begrenzen und ausreichende Erholungspausen sicherzustellen.

Die Gewerkschaft Verdi hat Arbeitgeber in der Gesundheitsbranche aufgefordert, die Tragezeit von Mund-Nasen-Schutzmasken zu begrenzen und ausreichende Erholungspausen sicherzustellen. Arbeits- und Gesundheitsschutz müsse in der Branche "endlich – wie in anderen Branchen auch – einen hohen Stellenwert bekommen".

Herz und Lunge weniger belastbar

Zwar gebe es im Rahmen der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandards noch keine verbindlichen Vorschriften, jedoch würden betriebliche Erfahrungen und erste wissenschaftliche Untersuchungen zeigen: Wer einen Mund-Nasen-Schutz trägt, dessen Herz und Lunge können unter Belastung weniger effektiv arbeiten. Dieser Entwicklung müsse Rechnung getragen werden, betonte Verdi am Dienstag.

"Die Beschäftigten im Gesundheitswesen waren schon vor der Corona-Pandemie hohen Belastungen ausgesetzt. Durch das notwendige Tragen von Mund-Nasen-Schutzmasken nimmt die körperliche Belastung nun weiter zu, gerade auch während dieser heißen Tage", sagte Verdi-Bundesvorstand Sylvia Bühler.

Berufsgenossenschaft und Unfallversicherung empfählen, sich an Arbeitsschutzvorschriften für partikelfiltrierende Halbmasken mit Ausatemventil zu orientieren. Hier sei eine Tragedauer von max. 2 Stunden mit einer anschließenden Erholungspause von 30 Minuten vorgesehen, so Bühler. Arbeitgeber würden die erschwerten Bedingungen noch nicht ausreichend berücksichtigen. Es müssten Gefährdungsbeurteilungen erstellt werden, um konkret Arbeitsschwere und Umgebungseinflüsse einzubeziehen. In der Phase ohne Schutzmaske könnten etwa Tätigkeiten verrichtet werden, bei denen keine Mund-Nasen-Bedeckung erforderlich sei.

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