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OP-Barometer 2021

Erhöhter Krankenstand und mehr Kündigungen in der OP-Pflege

Das befragte Führungspersonal zieht ein positives Fazit und beschreibt, die Krise weitestgehend gut überstanden zu haben.

Der Krankenstand in der OP-Pflege ist aufgrund der Corona-Pandemie "deutlich gestiegen". Auch die Kündigungsquote ging nach oben, wie die am Donnerstag veröffentlichten Ergebnisse des OP-Barometers 2021 zeigen. Dennoch zieht das darin befragte Führungspersonal ein positives Fazit und beschreibt, die Krise weitestgehend gut überstanden zu haben. Sowohl fachlich (84,4 %) als auch strukturell (75,4 %) seien sie gut auf die Bewältigung der dritten Welle vorbereitet gewesen.

Zusammenhalt der Pflegenden gewachsen

Während über 90 % der Befragten angaben, die erste Corona-Welle mit ihren Mitarbeitenden gut gemeistert zu haben und auch hoch motiviert waren, ist dieser Wert im Verlauf der Krise auf etwas über 60 % gesunken.

Ausschlaggebend hierfür sind nach Angaben des Studienleiters Thomas Busse die Angst um die eigene Gesundheit (mehr als 43 %), ein von 20,5 % der Befragten prognostizierter erhöhter Krankenstand sowie eine geschätzte Kündigungsquote von ca. 13 %.

"Diese Zahlen gewinnen im Vergleich zum OP-Barometer 2019 zusätzlich an Bedeutung: Vor der Corona-Pandemie gaben bereits mehr als 63 % einen hohen Krankenstand an und 46 % beklagten eine große Fluktuation bei OP-Pflegekräften."

6,6 % der Befragten gaben an, dass sich Mitarbeitende ihrer Einrichtung mit dem Corona-Virus infiziert hatten. Ob dies allerdings direkt am Arbeitsplatz oder in einem anderen Umfeld geschah, ist aus der Befragung nicht ersichtlich.

Bei mehr als 55 % der befragten Pflegefachpersonen ist der berufsgruppenspezifische Zusammenhalt stärker geworden.

51,6 % erwarten bessere Arbeitsbedingungen nach der Corona-Krise, 74,5 % zudem einen finanziellen Bonus für ihr Engagement.

Größte Umfrage zur Arbeitssituation in der OP-Pflege

An der bundesweiten Befragung im Frühjahr dieses Jahres nahmen 140 OP-Abteilungen teil. Das entspricht ca. 10 % der relevanten Krankenhäuser mit einer solchen Abteilung. Damit ist das OP-Barometer die größte Umfrage zur Arbeitssituation in der OP-Pflege in Deutschland.

Alle 2 Jahre erfolgt eine Analyse über das Zentrum für Gesundheitswirtschaft und -recht an der Frankfurt University of Applied Sciences, 2021 erstmals in Kooperation mit der Unternehmensberatung Oberender.

In diesem Jahr richtete sich die Befragung aus aktuellem Anlass ausschließlich an Führungspersonal in der OP-Pflege (37 %), der Anästhesie-Pflege (24 %) und an Gesamtleitungen (39 %). In den Jahren zuvor wurden alle OP- und Anästhesie-Pflegefachpersonen in der OP-Pflege befragt.

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