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Deutscher Fachpflegekongress | Deutscher OP-Tag 2021

"Dringend an der Zeit, die Intensivpflege in die Zukunft zu führen"

Die Probleme der Intensivpflege würden immer fulminanter, sagte DGF-Vorstandsmitglied Sabine Kretschmar zum Auftakt des DFK2021.

Schnell muss sich etwas ändern, um die sich zuspitzende Situation der Fachpflegenden in der Intensiv-, Anästhesie- und OP-Versorgung zu verbessern – darin waren sich die Referentinnen und Referenten der Auftaktveranstaltung zum Deutschen Fachpflegekongress | Deutschen OP-Tag (DFK) am späten Dienstagnachmittag einig. Mehr als 600 Personen haben sich bereits ein Ticket gesichert für die Digitalen Fachpflegetagen 2021, der diesjährigen Online-Variante des DFK. Noch bis Freitag haben Fachpflegende die Gelegenheit, an dem von der Deutschen Gesellschaft für Fachkrankenpflege und Funktionsdienste (DGF) in Zusammenarbeit mit dem Bibliomed Verlag veranstalteten digitalen Symposium teilzunehmen.

Immer größere Probleme in der Intensivpflege

Viele Probleme der Intensivpflege – etwa die mangelhafte personelle Ausstattung auf den Intensivstationen, die unzureichende Bezahlung und die fehlende gesetzliche Absicherung in der professionellen Berufsausübung – seien seit Jahren bekannt sowie von den pflegerischen und medizinischen Fachgesellschaften immer wieder kommuniziert worden. Darauf wies DGF-Vorstandsmitglied und Leiterin des Bildungsmanagements am Pius-Hospital Oldenburg, Sabine Kretschmar, hin. In der Pandemie habe sich diese Situation weiter zugespitzt.

Egal ob es diesen Herbst zu einer vierten Corona-Infektionswelle kommen werde oder nicht – die Probleme der Intensivpflege würden immer fulminanter.

"Deshalb ist es dringend an der Zeit, dass wir gemeinsam die Intensivpflege in die Zukunft führen."

Berufsständische Selbstverwaltung unabdingbar

Die berufsständische Selbstverwaltung ist unabdingbar, um die Profession Pflege politisch zu stärken und eine angemessene Patientenversorgung zu sichern. Auch darin herrschte unter den Referentinnen und Referenten Einigkeit.

So betonte der Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung, Andreas Westerfellhaus, in seiner Videobotschaft:

"Pflege als größte Berufsgruppe im Gesundheitswesen muss mitentscheiden, wenn es um ihre Belange geht."

Deswegen müsse es in jedem Bundesland Pflegekammern geben.

Pflegekammern als Chance

Pflegekammern seien auch mit Blick auf die Handlungsautonomie von Intensivpflegenden eine große Chance, da entsprechende Regelungsgrundlagen auf Kammern übertragen werden könnten. Diese Auffassung vertrat die Vorsitzende des Errichtungsausschusses der Pflegekammer Nordrhein-Westfalen, Sandra Postel.

Auch mit Blick auf Weiterbildungsordnungen in der Fachpflege könnten Pflegekammern einen wichtigen Beitrag leisten. Angesichts der häufigen Kammerkritik räumte Postel ein, dass die Verkammerung für Pflegende – die ohnehin seit Jahren an der Belastungsgrenze arbeiteten – eine immense Veränderung darstelle, die bei vielen Abwehr hervorrufe. Postel:

"Doch nur eine Kammer bringt die Pflege voran. Einen anderen Wege sehe ich nicht."

Mehr zum Thema Pflegekammern lesen Interessierte in der Oktober-Ausgabe von Die Schwester | Der Pfleger.

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