Pflege und Pflegequalität lassen sich nicht schnell, schlicht und funktional steuern und managen. Das hat eine Studie der Pflegewissenschaftlichen Fakultät der Philosophisch-Theologischen Hochschule Vallendar (PTHV) gemeinsam mit der Hochschule Esslingen ergeben. Demnach erklärten Pflegegrade die nötige Pflegezeit nur zu maximal 23 %.
"Deshalb sollten wir Alternativen zu Pflegegraden entwickeln, wenn wir Pflegequalität empirisch fassen wollen", sagte Projektleiter Albert Brühl von der PTHV am Montag. Es sei "dringend angezeigt, Strategien und Strukturen für interdisziplinäre Pflegeforschung zu schaffen, die Innovationen und Theorieentwicklung fördert, methodische Diskurse entwickelt, und die Expertise der praktisch Pflegenden einbindet", so Brühl.
Das Projekt wurde im Auftrag des Sozialministeriums 2015 – 2018 durchgeführt.