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Memorandum der "Stiftung Pflege"

Kommunikation und Solidarität in Notaufnahmen verbessern

Der Verein "Stiftung Pflege" und die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) haben das Memorandum "Kommunikation in Notaufnahmen" vorgelegt. Die Stellungnahme soll helfen, "die Pflegeaufgaben der Notaufnahmen beziehungsweise zukünftiger Notfallzentren im Gesundheitswesen erfüllen zu können", sagte DIVI-Präsidiumsmitglied Thomas van den Hooven.

Stiftung und DIVI reagieren damit auf die Entscheidung des Gemeinsamen Bundesausschusses, die Notfallversorgung neu zu strukturieren. Dies dürfe nicht zu Qualitätseinbußen durch Mehrbelastung führen.

Notfallpflege: unterbezahlt, unterbesetzt und vielerorts mangelhaft unterstützt

Die Notfallpflege sei vielfach "unterbezahlt, unterbesetzt und vielerorts mangelhaft unterstützt", beklagte die DIVI am Mittwoch. Immer mehr Mitarbeiter in Klinik-Notaufnahmen kämen demnach an ihre Belastungsgrenze. Neben einer adäquaten Pflegekraftbesetzung von Notaufnahmen brauche es "ausreichende Arbeitszeit, mehr Wertschätzung und natürlich auch eine adäquate Bezahlung der Pflegenden", so van den Hooven. 

Das Memorandum fordert neben gezielter Fachweiterbildung und mehr Solidarität von Politik und Gesellschaft insbesondere eine bessere Kommunikation in Notaufnahmen: "Hilfesuchende sollen freundlich und persönlich angesprochen werden sowie Informationen über die aktuellen Wartezeiten erhalten – mitsamt einer Begründung", forderte die Fachgesellschaft. Ferner spricht sich das Memorandum für mehr Wertschätzung der Arbeit in der Zentralen Notaufnahme aus, für genügend und modern ausgestattete Räume und interdisziplinäre Zusammenarbeit

"Die Pflegekräfte wollen Rahmenbedingungen vorfinden, die es ihnen ermöglichen, ihre Profession so auszuüben, wie sie diese gelernt haben. Notaufnahmen sind Bereiche, in denen Menschen in hochkritischen Zuständen sind. Sie zu betreuen, erfordert Zeit und genügend Personal. Diese Forderung unterstützen wir als DIVI und fordern die Politik auf, jetzt die Rahmenbedingungen dafür zu schaffen", sagte van den Hooven.

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