Neue Wohnformen für pflegebedürftige Menschen können eine Alternative zur bislang regulären stationären und ambulanten Versorgung bieten. Sie berücksichtigen die Bedürfnisse dieser Menschen gezielter. Das hat der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) am Montag bekannt gegeben.
Im Rahmen des Modellprogramms "Weiterentwicklung neuer Wohnformen für pflegebedürftige Menschen" haben das Kuratorium Deutsche Altershilfe und die Prognos AG im Auftrag des Spitzenverbands 53 Wohnprojekte untersucht und wissenschaftlich ausgewertet.
Gelungene alternative Wohnform im ländlichen Raum
Ein Beispiel für eine gelungene Wohnform in einer ländlichen Region sei etwa eine Ortsgemeinde, die als Genossenschaft Räumlichkeiten für betreutes Wohnen und eine Pflegewohngruppe baue. Die Genossenschaft ist zugleich Träger der Einrichtung und verantwortlich für die Vermietung und professionelle Versorgung der Pflegebedürftigen etwa durch Pflegedienste.
"Die neuen Wohnformen sind nutzerorientiert, stärken die Selbstbestimmung der Pflegebedürftigen und praktizieren das Zusammenwirken vieler Akteure in geteilter Verantwortung", heißt es im Bericht des GKV-Spitzenverbands.
Insgesamt schätzten die pflegebedürftigen Menschen die Vielfalt der neuen Wohnformen und hoben besonders die hohe Versorgungssicherheit, die individuellen Leistungsangebote und die sozialen Teilhabechancen hervor.
Das Bundesgesundheitsministerium hat das Programm mit 10 Millionen Euro gefördert.