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Pflegeverband kritisiert Konzept zu Physician Assistants

Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) hat scharfe Kritik am Beschluss der Ärzteschaft zum Berufsbild der Physician Assistants geäußert. Die Ärzte rückten von ihrem Monopol der medizinischen Heilkunde keinen Millimeter ab, kritisierte der Berufsverband am Donnerstag in Berlin. Dabei hätten sich international längst integrierte Versorgungsstrukturen mit erweiterten Rollen für Pflegefachpersonen etabliert und nachweislich bewährt. Assistenz durch – möglichst weitergebildete – Pflegefachpersonen wolle die Ärzteschaft zwar sehr gern in Anspruch nehmen, "allerdings auf die Therapiehoheit (und eine lukrative Vergütung derselben) keineswegs verzichten".
In einem Positionspapier fasst der DBfK seine Haltung zu „Physician Assistants“ zusammen. Darin heißt es unter anderem: "Das zentrale Problem bei der Neuordnung von Aufgaben ist die mangelnde Bereitschaft der Ärzteverbände, das ärztliche Monopol in der medizinischen Heilkunde aufzugeben – deshalb das Insistieren auf Delegation". Es sei kontraproduktiv, hochqualifizierte Pflegeexperten zu Arztassistenten umzuqualifizieren. "Dies ist eine Vergeudung pflegerischer Kompetenz und eine Geringschätzung der Profession Pflege", heißt es in dem Papier weiter.
"Eine qualitativ hochwertige, den Bedürfnissen der Menschen entsprechende Gesundheitsversorgung ist nur zu erreichen, wenn die Gesundheitsprofessionen zu einer neuen Arbeitsteilung kommen. Dabei darf es keine Tabus geben", sagte DBfK-Präsidentin Christel Bienstein.
Physician Assistants übernehmen delegierbare Routineaufgaben von Ärzten. Bundesärztekammer und Kassenärztliche Bundesvereinigung hatten ein Konzeptpapier zu dem Berufsbild erarbeitet, das der Deutsche Ärztetag im Freiburg im Mai mit großer Mehrheit befürwortet hat. (MIL)

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