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Personalengpass verschärft sich

Trotz zunehmender Beschäftigung in Gesundheits- und Pflegeberufen zeigen sich "deutliche" Personalengpässe in nahezu allen Bundesländern. Vor allem der Fachkräftemangel in der Altenpflege zeige sich ausnahmslos im gesamten Bundesgebiet. Das geht aus der aktuellen Fachkräfteengpassanalyse der Bundesagentur für Arbeit hervor. Demnach habe sich die Situation gegenüber dem Vorjahr weiter verschärft. Gemeldete Stellenangebote für examinierte Altenpflegefachkräfte und -spezialisten seien im Bundesdurchschnitt fast sechs Monate (167 Tage) offen. Das sind 67 Prozent mehr als die durchschnittliche Vakanzzeit über alle Berufe (100 Tage). 
Der Mangel an Gesundheits- und Krankenpflegepersonal konzentriert sich ebenfalls auf examinierte Fachkräfte und Spezialisten. Auch hier sei in fast allen Bundesländern ein Mangel zu verzeichnen. In Berlin, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen "deuten die Indikatoren auf Engpässe hin". Stellenangebote sind durchschnittlich 140 Tage offen, was 39 Prozent mehr sind als im Bundesdurchschnitt. 
Von einem "Alarmsignal für die pflegerische Versorgung" spricht der Arbeitgeberpräsident des Bundesverbands privater Anbieter sozialer Dienste (bpa), Rainer Brüderle, und forderte am Montag in Berlin: "Wir müssen weg von der Mangelverwaltung hin zur aktiven Personalgestaltung. Dazu gehört es, endlich den Glauben an eine starre Fachkraftquote zu beenden und dringend ein Einwanderungsgesetz auf den Weg zu bringen, dass unbürokratische Zuwanderung aus Drittstaaten ermöglicht." 
Die Fachkräfteengpassanalyse wird halbjährlich veröffentlicht. Die aktuelle Analyse bezieht Daten und Entwicklungen bis April 2017 ein. Die nächsten Zahlen sollen voraussichtlich Mitte Januar 2018 veröffentlicht werden. (MIL)

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