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Uniklinik Mannheim schafft Pflegedirektion ab

Das Universitätsklinikum Mannheim (UMM) hat die Stelle des Pflegedirektors mit sofortiger Wirkung abgeschafft. Das geht aus einem Rundschreiben an die Belegschaft hervor, das BibliomedPflege vorliegt. Darin heißt es, man wolle "pflegerische und ärztliche Tätigkeiten noch enger als bisher miteinander verknüpfen und die gemeinsame interdisziplinäre Zusammenarbeit weiter aufbauen".

Anstatt eines eigenen Geschäftsbereichs sollen künftig Pflegedepartements mit jeweiligen Leitungen direkt dem Ärztlichen Direktor angegliedert werden. Dieser gehört neben einem kaufmännischen Leiter zur Doppelspitze des UMM.

Beide Parteien sollen dem Vernehmen nach Anwälte eingeschaltet haben.

Der Verband der Pflegedirektoren und -direktorinnen der Universitätsklinika Deutschland (VPU) hat in einem Brief an den Aufsichtsratsvorsitzenden des UMM appelliert, den Geschäftsbereich Pflegedirektion nicht aufzulösen und entsprechend auf die Geschäftsführung einzuwirken, den Beschluss zu korrigieren. In dem am Montag verschickten Schreiben, das ebenfalls BibliomedPflege vorliegt heißt es, die Eliminierung des Pflegemanagements sei ein kontraproduktives Signal und ein nachhaltiger Rückschlag für die so dringend benötigte Professionalisierung der Pflegeberufe. Das Ausgrenzen betriebswirtschaftlich entscheidender Einflussgrößen aus der unternehmerischen Gesamtverantwortung sei das falsche Mittel, um die ökonomische Trendwende zu meistern. Das Pflegemanagement sei eine unabdingbare strukturelle Voraussetzung, um moderne wissenschaftsbasierte Pflegestandards klinikumsweit einheitlich umzusetzen. Die zentral aufgestellte Pflegedirektion habe bislang Initiativen zur Qualitätssteigerung und Fehlervermeidung adäquat bündeln, begleiten und gegen Partikularinteressen fachkompetent durchsetzen können. Das künftig absehbare Stückwerk würde nachhaltige Auswirkungen auf Zertifizierungsergebnis, Patientenzufriedenheit und Wettbewerb haben, wenn der Aufsichtsrat nicht entsprechend interveniere. 

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