• 23.05.2017
  • PflegenIntensiv
Neues Veranstaltungskonzept

„Einmalig für die Fachpflege“

PflegenIntensiv

Ausgabe 2/2017

Seite 70

Der Deutsche Fachpflegekongress findet in diesem Jahr erstmals zeitgleich mit dem Deutschen OP-Tag statt – einer neuen Veranstaltung für OP-Pflegende und Operationstechnische Assistenten. Über die Hintergründe sprachen wir mit Lothar Ullrich.

Herr Ullrich, der Deutsche Fachpflegekongress findet vom 28. bis 30. September zum fünften Mal statt – diesmal erstmals zeitgleich mit einer Veranstaltung für die OP-Pflege. Wie kam es dazu?

Nachdem wir uns mit den ersten vier Ausgaben des Deutschen Fachpflegekongresses mit stetig steigenden Besucherzahlen auf dem Markt etabliert haben, gehen wir in diesem Jahr neue Wege und ergänzen das Angebot für eine weitere Zielgruppe. Der Deutsche OP-Tag wird in das Veranstaltungsportfolio integriert und soll vordringlich die OP-Pflegenden und Operationstechnischen Assistenten ansprechen. Aus unserer Sicht eine sinnvolle und zukunftsweisende Ergänzung, da gerade die Anästhesie- und OP-Pflegenden auch in der Praxis eng kooperieren. Wir rechnen mit rund 1000 Teilnehmern.

Wird es auch ein erweitertes Programm geben?

Auf jeden Fall. Das Programmangebot hat sich im Vergleich zu den Vorjahren deutlich erhöht. Von einer bisherigen zweitägigen Veranstaltung wechseln wir auf einen dreitägigen Kongress. Von Donnerstag bis Samstag werden mehr als 50 Referentinnen und Referenten mit ihrer Expertise zur Verfügung stehen. Alle Teilnehmer können aus dem Programm beider Kongresse auswählen – und das ohne Aufpreis.

Wer sind die Zielgruppen?

Wir sprechen vorrangig die Fachpflegenden von Intensivstationen, der Anästhesie und des OP-Bereichs an. Wir starten am Donnerstag mit einer gemeinsamen Auftaktveranstaltung. Am Freitag geht es dann ins Spezifische. Hier gibt es für die Intensivpflege, Anästhesie, OP-Pflege und pädiatrische Intensivpflege in vier unterschiedlichen Sitzungssälen eigene Themenblöcke. Am Samstag können die Teilnehmer in Workshops dann ganz praktisch üben. Diese Praxis-Workshops erfreuen sich immer großer Beliebtheit. Erstmalig nutzen wir hierzu das neu gebaute Trainingszentrum am Universitätsklinikum Münster.

Lohnt der Besuch auch für Weiterbildungsteilnehmer?

Ja, in den letzten Jahren sind oft ganze Kurse gemeinsam angereist. Wir haben auch spezielle Vergünstigungen für Weiterbildungskurse und Studenten. Diese können individuell erfragt werden.

Was sind Highlights, die die Besucher in diesem Jahr erwarten?

Das ist schwer zu sagen, da jeder Teilnehmer wohl sein individuelles Highlight sieht. Die Auftaktveranstaltung zum Thema Patientensicherheit wird sicherlich für alle von Bedeutung sein. Ich bin sehr froh, dass wir mit Professor Hugo van Aken einen renommierten Referenten für den Festvortrag gewinnen konnten. Er wird einen internationalen Vergleich zu dieser wichtigen Thematik anstellen, bevor wir uns der Umsetzung in den einzelnen Fachbereichen widmen. Am Freitag wird dann zum Auftakt Professor Michael Isfort vom Deutschen Institut für angewandte Pflegeforschung aktuelle Daten zur Arbeitssituation in der Intensivpflege vorstellen.

Erstmalig gibt es auch ein paralleles Angebot zum Thema Fort- und Weiterbildung. Wie sieht das aus?

Dieses Angebot kommt vom Bibliomed-Verlag, der die Organisation des Kongresses wie schon in den Vorjahren für uns übernimmt. Hier werden in Workshop-ähn­licher Form Fort- und Weiterbildungsthemen rund um die Fachbereiche Intensivpflege, Anästhesie und OP angeboten. Dazu werden zukunftsweisende Ideen und Projekte von ausgewählten Experten vermittelt. Für 2018 ist dann eine eigene Karriereplattform geplant.

Warum empfehlen Sie allen OP-, Anästhesie- und Intensivpflegenden den Besuch des Kongresses?

Der Deutsche Fachpflegekongress in Kombination mit dem Deutschen OP-Tag ist in seiner Ausrichtung einzigartig für die Fachpflege in Deutschland und hat sich schon jetzt etabliert. Mit der Vielfalt des Angebotes haben die Besucher die Möglichkeit, über ihren Tellerrand zu schauen und sich mit Kolleginnen und Kollegen auf Augenhöhe auszutauschen. Die durchweg sehr positiven Teilnehmer-Bewertungen der letzten Jahre zeigen uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Die Besucher haben in diesem Jahr auch die Chance, die Metropole Westfalens von seiner besten Seite kennenzulernen. In diesem Jahr lockt Münster erneut mit den sogenannten Skulptur-Projekten 2017 – einem Event, das nur alle zehn Jahre stattfindet.

Herr Ullrich, vielen Dank für dieses Gespräch!

 

 

Autor

WEITERE FACHARTIKEL AUS DEN KATEGORIEN