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Nutrition Day

Mangelernährung in Krankenhäusern und Pflegeheimen gegensteuern

Die Datenlage zur Ernährungssituation in Kliniken und Heimen ist dünn. Das soll sich jetzt ändern.

In deutschen Kliniken und Pflegeheimen ist Mangelernährung ein relevantes und gleichzeitig stark unterschätztes Gesundheitsproblem. Darauf hat die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) hingewiesen. Bis zu 30 % der Patientinnen und Patienten und bis zu 25 % der Bewohnerinnen und Bewohner seien mangelernährt. Während international zahlreiche Studien zur Ernährungssituation in Kliniken und Pflegeheimen vorlägen, sei die Datenlage für Deutschland jedoch noch dünn.

Ernährungssituation in Kliniken und Heimen erfassen

Die DGE ruft deshalb Mitarbeitende in Krankenhäusern oder Pflegeheimen auf, am 10. November anlässlich des "nutritionDay" die Ernährungssituation in ihren Einrichtungen zu dokumentieren und für wissenschaftliche Zwecke zu übermitteln.

Ziel sei, die Datenbasis zur Ernährungssituation in Kliniken und Pflegeheimen hierzulande zu erweitern und möglichst flächendeckende Daten zur Prävalenz von Mangelernährung sowie zu bestehenden Versorgungsstrukturen zu erhalten.

Ein besonderer Schwerpunkt der Erhebung liege auf der Qualität der Ernährungsversorgung – von der Mahlzeitenversorgung über die pflegerische Unterstützung bis zur ärztlichen und diätetischen Ernährungstherapie.

Aufruf zur Datenerhebung am "nutritionDay"

Die erhobenen Daten sollen in ein geplantes Forschungsvorhaben fließen, das im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft erfolgt. Die Ergebnisse will die DGE 2024 erstveröffentlichen.

Jedes Krankenhaus und Pflegeheim könne mit einer oder mehreren Stationen bzw. Wohnbereichen am nutritionDay mitwirken. Die Datenerhebung erfolge anonym, kostenfrei und erfordere kein Spezialwissen.

Die Registrierung erfolgt über www.nutritionday.org. Hier stehen auch Fragebögen, umfassende Informationen zur Durchführung sowie eine Checkliste mit 12 einfachen Schritten zur Vorbereitung zur Verfügung.

Teilnehmende Einrichtungen erhalten im Nachgang einen ausführlichen Ergebnisbericht. Dieser ermögliche einen anonymen Vergleich der eigenen Daten mit allen anderen Teilnehmenden aus Deutschland und weltweit.

Online-Schulung am 18. Oktober

Am 18. Oktober findet um 16 Uhr eine Online-Schulung statt für Personen, die Fragen zum Projekt haben oder Unterstützung bei der Dateneingabe benötigen. 

Anmeldung und Kontakt: E-Mail: isabel.galicia.ernst(at)fau.de, Tel.: +49 911 530 296 170

Die Friedrich-Alexander-Universität (FAU) Erlangen-Nürnberg veranstaltet die Aktion in Kooperation mit der nutritionDay-Geschäftsstelle und mit Unterstützung der Deutschen Gesellschaft für Ernährungsmedizin, der DGE, dem Berufsverband Oecotrophologie und dem Verband der Diätassistenten – Deutscher Bundesverband.

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