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Pflichtdienst in der Pflege

DBfK kritisiert "kontraproduktiven" Ansatz

Der DBfK hält den CDU-Vorschlag von einem Pflichtdienst in der Pflege für nicht zielführend.
Der DBfK hält den CDU-Vorschlag von einem Pflichtdienst in der Pflege für nicht zielführend.

In der vergangenen Woche hat CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer einen Pflichtdienst für junge Menschen ins Gespräch gebracht. Ihr Vorschlag: Junge Bürgerinnen und Bürger sollen unmittelbar nach der Schulzeit für einen vorgeschriebenen Zeitraum in einem gesellschaftlich relevanten Feld mit der Pflege tätig werden.

Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) hält diesen Ansatz allerdings nicht für zielführend.

DBfK plädiert für freiwilligen Dienst

"Wir unterstützen ausdrücklich die Förderung von Engagement im Dienst der Gesellschaft und zum Gemeinwohl. Allerdings sollte dieser Dienst freiwillig erfolgen und nicht auf eine bestimmte Altersgruppe begrenzt sein", kritisierte DBfK-Präsidentin Christel Bienstein in dieser Woche.

"Angesichts des verbreiteten Fachkräftemangels in fast allen Branchen ist es kontraproduktiv, ausgerechnet Menschen, die gerade eine Berufsausbildung oder ein Studium beginnen wollen, durch ein verpflichtendes Dienstjahr davon abzuhalten", so Bienstein weiter. Die vorhandenen Möglichkeiten für einen Freiwilligendienst müssten dagegen ausgebaut und vor allem attraktiver gestaltet werden – dann würden sie auch besser angenommen als bisher. 

Insgesamt müsse ehrenamtliches Engagement deutlich stärker gewürdigt werden, etwa indem es besser vergütet werde oder Vorteile bei Rentenbezügen oder einer Berufsausbildungs- bzw. Studienzulassung bringe.

Anbieter für den Freiwilligendienst benötigten zudem entsprechende finanzielle Unterstützung. Für eine sinnvolle Erfahrung der Teilnehmenden sei eine gute Anleitung und Begleitung erforderlich. Dafür würden qualifizierte Mitarbeitende vor Ort gebraucht.

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