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Keim-Risiko

Essen in Heimen und Kliniken oft bedenklich

In vielen Krankenhäusern und Pflegeheimen verbergen sich im Essen unnötige gesundheitliche Risiken. Darauf hat das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) vergangenen Donnerstag hingewiesen. Oft stünden risikobehaftete Lebensmittel wie Feinkostsalate, Rohwürste oder Räucherfisch auf dem Speiseplan.

Das ergaben nach BVL-Angaben bundesweite Untersuchungen der Überwachungsämter aus dem Jahr 2017.

Nur 10 % der untersuchten Einrichtungen verzichteten bei der Essensversorgung gänzlich auf Risikolebensmittel.

"Es ist erschreckend, dass in so vielen Einrichtungen, in denen man gesund werden soll, das Risiko besteht, am Essen zu erkranken", sagte BVL-Präsident Helmut Tschiersky.

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Das Bundesinstitut für Risikobewertung hatte bereits 2011 Handlungsempfehlungen zum Schutz besonders empfindlicher Personengruppen vor Lebensmittelinfektionen herausgegeben, die es jährlich aktualisiert. Nur gut die Hälfte der kontrollierten Einrichtungen (45 %) kannte diese Empfehlungen. Hier müsse das Bewusstsein für risikobehaftete Lebensmittel deutlich zunehmen, so der BVL-Präsident.

Grundsätzlich geht es bei den Feststellungen des BVL um potenzielle Gefahren. Die Bundesbehörde hat bei der Klinik- oder Heimverpflegung 2017 nicht konkret nach Keimen und Belegen für tatsächliche Lebensmittel-Infektionen durch die Verpflegung gesucht. Für das Risiko durch Rohwurst fanden sich bei den generellen Betriebskontrollen aber indirekt viele Anhaltspunkte. Bei jeder 8. Probe streichfähiger Rohwurst, die Kontrolleure untersuchten, fanden sie Bakterien. Die gefundenen Listerien können schwere Erkrankungen auslösen.

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