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Umkleidezeit muss bezahlt werden

Krankenhauspersonal kann für die Zeit des An- und Ausziehens seiner Dienstkleidung Lohn verlangen. Das hat das Bundesarbeitsgericht (BAG) in Erfurt entschieden. Geklagt hatte ein Krankenpfleger aus Niedersachsen, wie der Norddeutsche Rundfunk am Mittwochabend berichtet hat.

Sei die genaue Umkleidezeit nicht ermittelbar, könne sie für die Entlohnung geschätzt werden, entschieden die Richter. Laut BAG handelt es sich beim An- und Ablegen "besonders auffälliger Dienstkleidung" um vergütungspflichtige Arbeit. Die Dienstkleidung sei auch dann auffällig, wenn kein Logo oder Ähnliches aufgedruckt sei. "An der Offenlegung seiner beruflichen Tätigkeit gegenüber Dritten hat der Arbeitnehmer regelmäßig kein eigenes Interesse", so das Gericht.

Voraussetzung dafür, dass die Umkleidezeit entlohnt wird, sei, dass der Arbeitgeber die Kleidung vorschreibt. Dann könne selbst der Weg zur Umkleide als Arbeitszeit gewertet werden.

Der Fall war zunächst vor dem Landesarbeitsgericht (LAG) in Hannover verhandelt worden. Dorthin hat das BAG das Verfahren wieder zurückverwiesen. Das LAG muss nun prüfen, inwieweit etwaige tarifliche Bestimmungen eine Vergütung der Umkleidezeiten ausschließen.

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