Obwohl die Lebenserwartung in den westlichen Ländern steigt, verzeichnen Forscher keine Zunahme von Demenzerkrankungen. Es gebe weniger neue Fälle als erwartet, sagte der Leiter der Abteilung für Gerontopsychiatrie an der Klinik der Ludwig-Maximilians-Universität in München, Robert Perneczky.
Das Demenzrisiko gehe in der westlichen Welt sogar zurück, teilte er in der vergangenen Woche mit. Das hätten Studien aus Schweden, England und den USA gezeigt.
Hauptgründe für die positive Entwicklung seien die bessere Lebensführung mit Bewegung und gesunder Ernährung sowie ein insgesamt besserer Bildungsstand.
Zu rund 30 Prozent könne das Demenzrisiko durch gesunde Lebensweise reduziert werden. Medikamente könnten bisher nur den Verlauf etwas verlangsamen. Hoffnungen auf eine Art Impfung, die eine Bildung von Eiweißablagerungen im Hirn verhindern sollte, hätten sich bisher nicht erfüllt.