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5 Tipps, wie Pflegende eine Dysphagie erkennen können

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Mehr als 85 Prozent aller Heimbewohner weisen eine Schluckstörung auf, wie eine aktuelle Studie zeigt. Um diese Menschen sicher zu versorgen, spielt die frühzeitige Erkennung eine wichtige Rolle. Martin Jäger, Ärztlicher Direktor der Fachklinik für Innere Medizin und Geriatrie am Hüttenhospital in Dortmund und Experte für Schluckstörungen, gibt im Interview mit Die Schwester Der Pfleger klare Tipps, was Sie tun können, um eine Schluckstörung rechtzeitig zu erkennen.

  1. Stellen Sie die richtigen Fragen. Fragen Sie niemals: „Haben Sie eine Schluckstörung?“ Dann sagen nämlich 90 Prozent: „Nein, habe ich nicht.“ Viel besser ist es, direkt nach den Leitsymptomen einer Dysphagie zu fragen, wie eine belegte Stimme, Husten oder Räuspern im Zusammenhang mit der Flüssigkeits- oder Nahrungsaufnahme.
  2. Fragen Sie Patienten und Angehörige nach einer unbeabsichtigten Gewichtsabnahme, nach Änderungen des Essverhaltens oder nach gehäuften Atemwegsinfekten. Auch diese können auf eine Dysphagie hindeuten.
  3. Beobachten Sie selbst: Hat sich das Essverhalten geändert? Werden bestimmte Lebensmittel – Hartes, Bröseliges, Flüssiges – vermieden, die vorher gegessen wurden? Treten die Leitsymptome Husten, Räuspern oder Verschlucken unter den Mahlzeiten auf?
  4. Wenn Sie es gelernt haben, können Sie einen Wasserschlucktest durchführen. Die Schlucktests schauen nach den klassischen Symptomen einer Dysphagie und zeigen, ob Anzeichen für eingeschränkte Schluckeffektivität oder Schlucksicherheit vorliegen.
  5. Kommunizieren Sie alle Beobachtungen, die auf eine Dysphagie hinweisen oder mit ihr im Zusammenhang stehen, gegenüber dem behandelnden Arzt. Wichtig ist zudem: Reden Sie immer wieder neu mit Patienten und Angehörigen, stellen Sie Fragen, beobachten Sie genau – denn der Verlauf von Schluckstörungen kann sehr dynamisch sein. (MJ)

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