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Reform des Pflege-TÜV

So sollen Heime künftig bewertet werden

Wenn es nach dem Bielefelder Sozialwissenschaftler Klaus Wingenfeld geht, ändert sich die Bewertung von Heimen bald grundlegend. Er leitet in Zusammenarbeit mit dem Göttinger Aqua-Institut ein Projekt, das die Grundzüge eines neuen Pflege-TÜV liefern soll. Bis Ende Juli wollen er und sein Team dem Qualitätsausschuss, also Vertretern von Heimen und Kostenträgern, ihren Abschlussbericht vorlegen. Das kündigte Wingenfeld am Montag gegenüber der Deutschen Presse Agentur an.

Statt wie bisher die Dokumentation der Heime zu prüfen, soll künftig geschaut werden, wie gut die Pflege wirklich ist. Wie häufig sind Sturzverletzungen? Liegen sich Heimbewohner wund? Wie hat sich ihre Mobilität binnen der vergangenen sechs Monate entwickelt? Dazu müssen Heimmitarbeiter die entsprechenden Vorkommnisse künftig auch erfassen. Die Prüfer sollen dann stichprobenartig untersuchen, ob die Daten vertrauenswürdig sind. Auch weitere Vor-Ort-Prüfungen sollen in die Heimbewertung einfließen. Menschen auf Heimsuche sollen zudem nachlesen können, ob eine Einrichtung beispielsweise Haustiere zulässt oder spezielle Angebote für Menschen mit ausländischen Wurzeln hat.

Qualitätsunterschiede und -defizite würden so künftig sichtbar, so Wingenfeld.

Derzeit erzielen Heime bundesweit Bestnoten zwischen 1,1 und 1,4.

Da mit der Umsetzung des neuen Pflege-TÜV Kassen und Betreiber beauftragt sind, fürchten Kritiker deren Widerstand.

Die Reform des Pflege-TÜV verzögert sich schon seit längerem. Aktuell rechnet die Bundesregierung damit, dass der Regelbetrieb mit dem neuen TÜV im Herbst 2019 begonnen werden kann.

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