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CDU und SPD uneins über Zukunft der Pflegeversicherung

Der Vizechef der SPD-Bundestagsfraktion, Karl Lauterbach, hat sich dafür ausgesprochen, dass die Pflegeversicherung auf Wunsch künftig die gesamten Pflegekosten übernimmt. Es solle auch das Angebot einer paritätisch finanzierten Vollkaskoversicherung geben, sagte der Gesundheitsexperte den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Die Versicherten sollten zu einem frühen Zeitpunkt - also nicht erst kurz vor Beginn der Pflegebedürftigkeit - wählen können, ob sie etwas höhere Beiträge zahlten, um später alle Pflegekosten erstattet zu bekommen. Dafür wolle die SPD in der nächsten Wahlperiode sorgen. 

Die Union hat indes vor einer voreiligen Entscheidung gewarnt. Ihre gesundheitspolitische Sprecherin, Maria Michalk, kritisierte: "Wenn sich jetzt die SPD von den ausgewogenen Grundsätzen der gesetzlichen Pflegeversicherung mit privater Vorsorge verabschiedet, dann ist das ein unverantwortlicher Schnellschuss." Ein freiwilliges Angebot einer paritätisch finanzierten Vollkaskopflegeversicherung führe zu erheblichen Unsicherheiten in der Beschäftigungspolitik und unkalkulierbaren Wettbewerbsnachteilen für Arbeitgeber, warnte sie. 

Bis jetzt zahlt die Pflegeversicherung nur einen Teil der Kosten. Im Bundesdurchschnitt beträgt die Zuzahlung aus eigener Tasche von Pflegeheimbewohnern derzeit rund 1.700 Euro.

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