• 17.12.2019
  • Management
Leiharbeit in der Pflege

Ungleicher Wettbewerb

Die Schwester Der Pfleger

Ausgabe 1/2020

Seite 38

Zeitarbeitsfirmen locken mit hohen Gehältern, Wunscharbeitszeiten und manchmal sogar Dienstwagen. Damit können Kliniken und Pflegeeinrichtungen kaum mithalten. Leiharbeit kostet sie nicht nur eine Menge Geld, sondern belastet auch das Stammpersonal. Muss die Politik intervenieren?

Auch wenn Carina Weber schon seit einem Jahr auf ihrer Station im Einsatz ist, ist sie immer noch die „Zeitarbeiterin“. Sie weiß, dass manche Kolleginnen und Kollegen hinter ihrem Rücken über sie reden und hin und wieder bekommt sie deren Unmut auch direkt zu spüren. „Du verdienst doch viel mehr, also kannst du auch mehr arbeiten“, hört sie dann beispielsweise. „Da kommt viel Neid und Unzufriedenheit durch“, sagt sie.

Carina Weber, die unerkannt bleiben möchte und einen anderen Namen hat, arbeitet als Leiharbeiterin auf einer Intensivstation eines mitteldeutschen Universitätsklinikums. Ihren Arbeitsvertrag hat sie mit einer Personalvermittlung geschlossen, bei der sie seit anderthalb Jahren fest angestellt ist. Diese Firma entsendet sie dorthin, wo gerade Bedarf ist. Für ihre jetzige Station war ursprünglich ein zweimonatiger Einsatz geplant, der aber bereits mehrfach verlängert wurde. „In der Regel werde ich im Umkreis von 80 Kilometern von meinem Wohnort eingesetzt“, erzählt die 30-Jährige. „Ich pendle immer zu meinem Einsatzort, könnte aber auch in einem Appartement wohnen. Das würde mein Arbeitgeber dann bezahlen.“

Überhaupt bekommt sie ein sehr gutes Gehalt. „Vorher habe ich mit 80 % auf einer Intensivstation gearbeitet, jetzt habe ich eine 100-%-Stelle und verdiene im Monat manchmal fast das Doppelte netto“, sagt sie. Das hänge immer von der Zahl der Wochenenddienste ab. Nachts arbeitet sie gar nicht mehr, das hat sie vertraglich mit ihrem neuen Arbeitgeber geregelt.

Das höhere Gehalt war für sie ein wichtiger Grund, in die Zeitarbeit zu gehen. Hinzu kam eine wachsende Unzufriedenheit mit ihrer Arbeitssituation. „In meinem damaligen Klinikum wurde umstrukturiert und ich wurde ohne Rücksprache mit der Pflegedienstleitung auf eine andere Intensivstation versetzt“, berichtet sie. „Es sind viele Dinge gelaufen, die mir nicht zugesagt haben.“ Das habe dann den Ausschlag für ihren Wechsel gegeben.

Zeitarbeit in der Pflege nimmt zu

Arbeitnehmerüberlassung, umgangssprachlich auch Leih- oder Zeitarbeit genannt, hat in der Pflege deutlich zugenommen. Laut Bundesagentur für Arbeit hat sich die Zahl der Leiharbeiterinnen und -arbeiter (im Folgenden: Leiharbeiter) in den vergangenen 4 Jahren fast verdoppelt – von ca. 12.000 in 2014 auf 22.000 in 2018. Auch in der Altenpflege ist die Zahl der Leiharbeiter in diesem Zeitraum deutlich gestiegen, von gut 8.000 auf 12.000.

Der Bundesarbeitgeberverband der Personaldienstleister (BAP) hält das Thema Zeitarbeit in der Pflege hingegen für „eine Randerscheinung“. Von den rund 1,7 Millionen Personen, die in Deutschland in einem Pflegeberuf tätig sind, seien nur 1,9 % Zeitarbeitskräfte. Von diesen wären zudem 40 % nicht bei einer Zeitarbeitsfirma angestellt, sondern bei einem Unternehmen im Gesundheits- und Sozialwesen, das über eine Erlaubnis zur Arbeitnehmerüberlassung verfüge, heißt es vonseiten des BAP. In der Krankenpflege sei die Zahl der Leiharbeiter von 2017 auf 2018 sogar rückläufig gewesen.

In Großstädten und Ballungsgebieten ist die Zeitarbeit aber von einer Randerscheinung weit entfernt. „In Berlin gibt es Kliniken, die arbeiten im OP-Bereich zu 70 Prozent mit Leasingkräften“, weiß Andrea Lemke, Pflegedirektorin des Evangelischen Waldkrankenhauses Spandau und Vizepräsidentin des Deutschen Pflegerats (DPR). „Der größte Teil der Leiharbeit findet dabei im High-Care-Bereich statt, also vor allem in der Intensiv-, Anästhesie- und OP-Pflege.“

Auch Carina Weber wird vorrangig auf In­tensiv-, Überwachungs- und Intermediate-Care (IMC-) Stationen eingesetzt. Die gelernte Gesundheits- und Krankenpflegerin hatte ca. 6 Jahre Intensiv- bzw. IMC-Erfahrung, bevor sie in die Zeitarbeit wechselte. Auf ihrer jetzigen Station sind von 40 pflegerischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aktuell 7 bis 8 Zeitarbeiterinnen und -arbeiter – eine hohe Quote, wie sie selbst findet. Insgesamt herrsche viel Chaos auf der Station, die Stimmung sei schlecht, die Patienten nicht immer gut versorgt. „Wenn man nur kurz auf einer Station ist, identifiziert man sich nicht so damit, wenn etwas nicht gut läuft“, sagt sie. Das sei ein deutlicher Vorteil der Zeitarbeit. „Ich weiß dann ja, dass ich bald wieder weg bin. Jetzt, nach etwa einem Jahr auf derselben Station, komme ich schon fast wieder in die gleiche Gefühlslage wie als festangestellte Pflegekraft. Das ist auch frustrierend.“

ZEITARBEIT IN DER PFLEGE: DBFK SIEHT ARBEITGEBER IN DER PFLICHT

 

Der Deutsche Berufsverband für Pflege (DBfK) plädiert in seinem Impulspapier „Arbeitnehmerüberlassung in der Pflege“ vom September 2019 für nachhaltig bessere Arbeitsbedingungen. „Die Pflegefachpersonen in Leiharbeit sind nicht Auslöser (…), sondern Ergebnis einer verfehlten Personalstrategie und Entwicklung, die sie nicht verursacht und auch nicht zu verantworten haben. Sie haben lediglich einen Weg gesucht, ihrem Beruf unter für sie akzeptablen Arbeitsbedingungen nachgehen zu können.“ Nach Auffassung des DBfK führe „an der Verpflichtung für Arbeitgeber und Führungskräfte, in ihrem Unternehmen aus Sicht von Pflegefachpersonen nachhaltig gute Arbeitsbedingungen zu schaffen, kein Weg vorbei. Das wurde seit vielen Jahren sträflich versäumt, die Folgen zeigen sich jetzt.“ Als Lösungsansätze schlägt der DBfK u. a. eine deutliche Anhebung des Pflegefachpersonenbestands, eine analytische Pflegepersonalbemessung, ein geregeltes Ausfallmanagement sowie alle Elemente von Mitarbeiterbindung und Personalentwicklung vor.

   

Teuer, aber oft unausweichlich

Das Phänomen Zeitarbeit gibt es noch nicht so lange. „Das Thema ist Ende der 1990er-Jahre aufgekommen, erst zögerlich, dann wie eine Welle“, erinnert sich Peter Jacobs, ehemaliger Pflegedirektor des Klinikums der Universität München. „Natürlich sind auch wir damals auf diesen Zug aufgesprungen.“ Er sei zwar von Anfang an Gegner der Zeitarbeit gewesen. „Aber der Druck war groß, also habe ich es machen müssen.“

Auch heute ist der Druck enorm. Die Personaluntergrenzen in der Pflege haben ihn noch verschärft. Kliniken stehen vor dem Dilemma, entweder Betten zu schließen oder viel Geld in Leiharbeiter zu investieren. Denn Zeitarbeit ist teuer. „Die Kosten für eine Leiharbeitskraft liegen etwa doppelt so hoch“, sagt Pflegedirektorin Andrea Lemke. „In Berlin zahlen Einrichtungen für eine Pflegefachkraft aus der Arbeitnehmerüberlassung das 1,8- bis 2,2- Fache einer festangestellten Pflegekraft. Hinzu kommen horrende Aufschläge für Nacht- und Wochenenddienste.“ Das Geld komme dabei natürlich nicht vorrangig den Leiharbeitern zugute, sondern v. a. den Zeitarbeitsfirmen – dass das auf Kosten der Solidargemeinschaft gehe, sei sehr fragwürdig.

Auch Thomas van den Hooven, Pflegedirektor am Universitätsklinikum Münster, kommt auf hohe Kosten: „Wir haben im Moment 70 pflegerische Mitarbeiter aus der Arbeitnehmerüberlassung auf etwa 1.500 Vollkräfte“, berichtet er. Diese Zahl schwanke meist zwischen 60 und 90 Leiharbeitskräften. Allein für diese Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zahle das Klinikum über 7 Millionen Euro pro Jahr.

Hauptverantwortung bleibt beim Stammpersonal

Oft führt der Einsatz von Leiharbeitskräften zu einer zusätzlichen Belastung der festangestellten Kolleginnen und Kollegen. Diese Erfahrung hat Kristina Engelen, Fachkrankenschwester für Intensivpflege und Anästhesie am Universitätsklinikum Münster, gemacht: „Zeitarbeiter kennen die Arbeitsabläufe und Besonderheiten der jeweiligen Station nicht, von daher bleiben viele Aufgaben, die nicht mit der unmittelbaren Patientenversorgung zu tun haben, beim Stammpersonal“, sagt sie. Das betreffe z. B. die Medikamentenbestellung oder Überprüfung medizinischer Geräte. „Leasingkräfte arbeiten ihre Patienten ab, übernehmen aber das Drumherum nicht. Die Hauptverantwortung und der Druck bleiben beim Stammpersonal“, weiß sie.

Kristina Engelen ist bereits seit 13 Jahren in der Intensivpflege an der Münsteraner Uniklinik tätig. Mit Zeitarbeitskräften hat sie häufig zusammengearbeitet und mehrheitlich gute Erfahrungen gemacht: „Viele haben schon 3 bis 4 Jahre Berufserfahrung gesammelt, sind motiviert, und die Patienten sind bei ihnen in guten Händen. Aber in letzter Zeit kommt es leider immer häufiger vor, dass auch Kollegen mit nur geringer Vorerfahrung auf den Zug der Zeitarbeit aufspringen“, sagt sie. Dennoch ist ihr bewusst: „Besser Leiharbeiter als gar kein Personal!“

Im Universitätsklinikum Münster würden die meisten Ausfälle über verschiedene Pools abgedeckt. Erst wenn über diese keine Kompensation möglich sei, würde man auf Leiharbeiter zurückgreifen. Der Vorteil für die festangestellten Pflegenden: Durch die Poolkräfte und Leiharbeiter müssen sie nun deutlich seltener einspringen.

Wie gut der Einsatz von Leiharbeitskräften funktioniert, hängt aus Engelens Sicht v. a. von der Einsatzdauer, aber auch von der Relation von Leiharbeitern und Stammpersonal ab: „Bei einer Leasingkraft auf 5 Stammpflegende ist das gut zu schaffen“, sagt sie. „Schwieriger wird es bei einem Verhältnis von eins zu zwei.“

Allerdings kann die Situation auch kippen und zu einem hohen Unmut des Stammpersonals führen, weiß der ehemalige Pflegedirektor Peter Jacobs. „Für das Betriebsklima ist Leiharbeit hochgradig schädlich. Die anderen Mitarbeiter sagen: Wir machen die gleiche Arbeit, haben mehr Verantwortung und müssen an Wochenenden sowie nachts arbeiten, während sich die Zeitarbeiter die Rosinen herauspicken.“ Dieser Punkt sorge für Ärger: Die Leiharbeiter können sich aufgrund ihres Vertrags oft Wunscharbeitszeiten sichern, die anderen Dienste bleiben beim Stammpersonal hängen, ebenso wie Bereitschaftsdienste und Rufbereitschaft. Zudem sei ein hoher Einarbeitungsaufwand erforderlich und die Qualität der Leiharbeiter bleibe ein Glücksspiel: „Man weiß nie, wen man bekommt.“ Auch sieht Jacobs die Patientensicherheit gefährdet, v. a. wenn Leiharbeiter – wie es meistens der Fall sei – in hoch technisierten Bereichen wie Intensiv und Anästhesie eingesetzt werden. Oft können die Leiharbeiter die sichere Nutzung medizintechnischer Geräte oder Hygienestandards nicht im gleichen Umfang sicherstellen wie Festangestellte.

Das Risiko: Die eigenen Leute gehen auch in die Zeitarbeit

Nicht selten ist eine Sogwirkung zu beobachten. Die durch Leiharbeit belasteten Stammpflegenden kommen auf die Idee, selbst in die Zeitarbeit zu gehen. Manchmal werden sie auch aktiv abgeworben. Nicht alle Personalvermittler spielen mit fairen Regeln. „Es gibt Zeitarbeitsfirmen, die arbeiten mit Mitarbeiter-werben-Mitarbeiter-Prämien und schicken Leasingkräfte bewusst in ihre alten Kliniken, um ehemalige Kollegen abzuwerben“, berichtet Dagmar Lavi, Pflegedirektorin der Stiftung Hospital zum Heiligen Geist in Frankfurt. Ähnliche Erfahrungen mit aktiven Abwerbungen hat auch Clemens Regenbrecht, Pflegedirektor am Herzzentrum und Helios Park-Klinikum Leipzig, gemacht. Kürzlich habe eine Zeitarbeitsfirma sogar Werbezettel auf dem Mitarbeiterparkplatz des Klinikums verteilt. „Diese Firma hatte gerade drei Leute bei uns im Einsatz“, sagt Regenbrecht. Danach habe er die Zusammenarbeit aufgekündigt.

Ein zunehmend beliebtes Modell sei auch ein Mix aus Teilzeit und Leiharbeit. „Im Moment reduzieren viele junge Kollegen auf 70 bis 80 % und arbeiten zusätzlich als Leiharbeiter, z. B. in der außerklinischen Beatmung“, sagt Pflegedirektor Thomas van den Hooven. „Dieses Modell ist für die Leute deutlich lohnender, als mit einer vollen Stelle im Klinikum zu arbeiten.“

Eine Chance, der zunehmenden Zeitarbeit entgegenzuwirken, sieht van den Hooven v. a. in bestmöglichen Rahmenbedingungen, wie Dienstplansicherheit, faires Gehalt, wertschätzendes Klima. „Man muss die Mitarbeiter so an sich binden, dass sie gar nicht auf die Idee kommen, bei einer Zeitarbeitsfirma zu arbeiten.“ Von den Pflegenden seien nur 10 bis 15 % Nomaden, die sich überall wohlfühlten und gerne weiterziehen, sagt er. „Die meisten brauchen eine feste Heimat.“

Braucht es eine gesetzliche Quote?

Doch so gut die Arbeitsbedingungen auch sein mögen – mit den Bedingungen, die Zeitarbeitsfirmen bieten, können Kliniken und Pflegeeinrichtungen kaum konkurrieren. „Wir stehen mit Zeitarbeitsfirmen im Wettbewerb, sind aber immer im Nachteil“, sagt Pflegedirektorin Andrea Lemke. „Wir müssen die Patientenversorgung rund um die Uhr sicherstellen, an 7 Tagen die Woche und 24 Stunden am Tag. Das bedeutet Nachtdienste, Wochenenddienste, Bereitschaftsdienste.“ Natürlich seien gute und faire Arbeitsbedingungen wichtig, aber es brauche auch eine Änderung der Rahmenbedingungen, damit Zeitarbeit weniger attraktiv werde. Hier sei der Gesetzgeber gefordert, meint die Vizepräsidentin der DPR.

Der DPR hat dazu im September 2019 ein Positionspapier herausgeben: „Fehlentwicklungen bei der Leiharbeit in der Pflege stoppen.“ Als kurzfristige Maßnahmen fordert er:

  • Zeitarbeitsfirmen sollen verpflichtet werden, die Qualifikation der Leiharbeiter transparent zu machen (Weiterbildungen, Hygienestandards etc.) und vor Beginn des Vertragsverhältnisses dem Vertragspartner vorzulegen.
  • Der Gesetzgeber soll eine Quote vorgeben, die den Anteil der befristeten Leiharbeiter beim Pflegepersonal in Kliniken und Pflegeeinrichtungen begrenzt.
  • Es soll eine öffentliche Transparenz über die Leiharbeitsquote in den einzelnen Einrichtungen geschaffen werden, damit sich Patientinnen und Patienten sowie Ärztinnen und Ärzte wegen möglicher Patientengefährdungen eine möglichst risikoarme Versorgung auswählen können.

Einen ersten Schritt in Richtung gesetzlicher Regulierung ist Bundesgesundheitsminister Jens Spahn im Herbst 2019 bereits gegangen. Hier wurde festgelegt, dass die Zusatzkosten sowie die Vermittlung von Leihpersonal ab 2020 nicht im Pflegebudget berücksichtigt werden. Damit soll vermieden werden, dass der Zeitarbeitsmarkt noch mehr boomt. Pflegedirektor van den Hooven aus Münster befürwortet diese Entscheidung, schränkt aber ein: „Im Grunde ändert sich damit nichts zur bisherigen Situation. Die Kliniken haben die Mehrkosten für die Leiharbeiter auch bisher komplett allein gezahlt.“ Eine Quotenregelung für Zeitarbeitskräfte, wie der DPR sie fordert, hält er unter Qualitätsas­pekten für „seriös“. Es müsse aber klar sein: „Wenn der Gesetzgeber zusätzlich zu den Personaluntergrenzen noch eine weitere Quote auflegt, werden Bettenschließungen immer realistischer. Deshalb habe ich meine Zweifel, dass die Politik hier noch eine zusätzliche Daumenschraube anlegen wird.“

Auch bei einem Verbot der Leiharbeit, wie es kürzlich von der Berliner Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) gefordert wurde, mahnt er zur Umsicht: „Wir sollten sehr vorsichtig sein, bevor wir jetzt wieder nach Verboten durch die Politik rufen. Damit könnten auch Maßnahmen eingeleitet werden, die richtig nach hinten losgehen.“

Man bleibt immer „die Neue“

Carina Weber kann sich gut vorstellen, noch ein paar Jahre in der Arbeitnehmerüberlassung zu arbeiten. Natürlich sei die tägliche Pendelei anstrengend und als Zeitarbeiterin sei sie immer „die Neue“. Trotzdem sieht sie für sich neben dem höheren Gehalt viele Vorteile: „Ich lerne sehr viel und bekomme einen guten Einblick in verschiedene Arbeitsbereiche und Kliniken“, sagt sie. Zudem könne sie sich von einer schlechten Stimmung im Team und anderen Missständen jetzt besser abgrenzen. Auch das sei entlastend.

Für 2020 hat sie erst mal eine Auszeit geplant, um mit ihrem Freund und dem gemeinsamen Hund im Camper durch Europa zu reisen. Gestartet wird im Januar in Südspanien. Dass sie diesen Traum realisieren kann, verdankt sie auch der Zeitarbeit.

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