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Mai verurteilt Beschluss zu Personaluntergrenzen

Der Präsident der rheinland-pfälzischen Pflegekammer, Markus Mai, hat den Beschluss zur personellen Mindestausstattung scharf verurteilt. Mai bezeichnete diesen als „sicherlich gut gemeint, aber katastrophal schlecht gemacht“. Insbesondere kritisiert der Kammerpräsident das Gutachten, das als Basis für den Gesetzesbeschluss erstellt worden war. Dieses weise aus Kammer-Sicht große Mängel auf. Ein wirklich funktionierendes Personalbemessungsinstrument sei aus Zeitgründen nicht entwickelt worden, monierte Mai in einer Mitteilung von Dienstag. Die Folge sei nun mittel- bis langfristig eine gefährdete pflegerische Versorgung der Patienten, wenn nicht weitere Mittel bereitgestellt würden. Das Gutachten hätte wichtige Faktoren wie Mobilitätseinschränkungen oder die Sturzhäufigkeit bei der Bedarfsberechnung nicht berücksichtigt und komme daher zu der „völlig unzureichenden Annahme“, dass in den Krankenhäusern nur maximal 6.500 Stellen fehlten. Mai appellierte deshalb, die Pflegewissenschaft zu fördern, um Studien „mit dem erforderlichen Sachverstand und der ausreichenden Feldkompetenz“ durchführen zu können.

Der Kammerpräsident kritisierte zudem, dass die Untergrenzen nur für „pflegesensitive Bereiche“ gelten sollen. Diese seien in einem modernen Krankenhaus prinzipiell überall anzutreffen. Die so geschaffene Regelung erweise sich damit als „völlig verfehltes Instrument“, so das Urteil von Markus Mai.

Vergangene Woche hatte der Bundestag die Einführung von Personaluntergrenzen in Krankenhäusern beschlossen. Professor Jonas Schreyögg hatte hierzu im Auftrag der Expertenkommission „Pflegepersonal im Krankenhaus“ ein Gutachten unter anderem zum Personalbedarf in verschiedenen Klinikbereichen erstellt. (MJ)

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