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Steffens kritisiert Systemfehler in der Pflegeversicherung

Die nordrheinwestfälische Gesundheitsministerin Barbara Steffens (Grüne) hat weitere Reformen in der Pflegeversicherung gefordert. Schon jetzt zeige sich, dass gemachte Versprechungen der Regierung nicht erfüllt werden könnten und damit Erwartungen von Betroffenen enttäuscht würden. „Versprochen war, dass die pflegerische Versorgung besser wird, Pflegekräfte für ihre wichtige und herausfordernde Arbeit endlich mehr Geld bekommen und Pflegebedürftige und Angehörige finanziell entlastet werden. Das konnte mit dem verfügbaren Finanzrahmen nie klappen“, so Steffens am Freitag in Düsseldorf. Deshalb müsse es dringend eine weitere Reform geben, „die endlich zwei Systemfehler“ behebe: Die Kosten der medizinischen Behandlungspflege müssten bei Pflegebedürftigen wie bei allen Versicherten zu 100 Prozent aus der Krankenversicherung übernommen werden und die Leistungen der Pflegeversicherung müssten sich an den tatsächlichen Bedarfen und Kosten orientieren.
In der vergangenen Woche zog der Medizinische Dienst der Krankenversicherung eine positive Bilanz nach der Einführung des neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffs Anfang 2017. (MIL)

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