• 01.06.2026
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Exzellenzentwicklung in der Pflege

Jeden Montag ein Stück Magnet

Mit "Magnet Monday" macht das Robert Bosch Krankenhaus das Magnet-Konzept greifbar. Die Social-Media-Reihe zeigt, wie Pflegequalität und Arbeitsbedingungen verbessert werden.

Die Schwester Der Pfleger

Ausgabe 5/2026

Seite 70

Wie lässt sich ein komplexes Zertifizierungsprogramm für Mitarbeitende greifbar machen? Das Robert Bosch Krankenhaus antwortet darauf mit dem „Magnet Monday“ – einer Social-Media-Reihe, die Magnet-Kriterien erklärt und konkrete Beispiele aus dem Klinikalltag in den Fokus rückt.
 

Das Robert Bosch Krankenhaus (RBK) in Stuttgart strebt seit einigen Jahren eine Zertifizierung im Rahmen des Magnet Recognition Program an. Das Programm zielt darauf ab, ein positives Arbeitsumfeld in Krankenhäusern zu schaffen, die Arbeitsbedingungen für das Personal zu verbessern – insbesondere in der Pflege –, die Zufriedenheit der Mitarbeitenden zu optimieren und die Qualität der Patienten­versorgung zu steigern. Über das Magnet-Konzept wird seit Jahren regelmäßig in Die Schwester | Der Pfleger berichtet. Die Entwicklung zum Magnet-Krankenhaus erfolgte beziehungsweise erfolgt im Rahmen der Interventionsstudien Magnet4Europe (2020–2024) und Magnet4Deutschland (seit 2024). Seit dem Start wurden einige Maßnahmen umgesetzt, die auf die Zertifizierung einzahlen. Es kristallisierte sich allerdings immer wieder eine zentrale Herausforderung heraus: die trans­parente Kommunikation und die damit einhergehende Durchdringung des Magnet-Konzepts bei den Mitarbeitenden. Wie macht man das Magnet-Konzept verständlich? Wie erreicht man die notwendige Durchdringung der Themenfelder? Wie kann man aufzeigen, dass viele der schon heute umgesetzten Maßnahmen Magnet-Kriterien erfüllen? Hierzu hat sich das RBK eine Social-Media-Kam­pagne überlegt – den „Magnet Monday“.

Auf Facebook, Instagram und LinkedIn gibt es nun jeden Montag Beiträge rund um das Thema Magnet. Ziel ist, das Konzept transparent und verständlich zu vermitteln. Ein besonderer Fokus liegt darauf, die einzelnen Kriterien anschaulich aufzubereiten und ihre Inhalte nachvollziehbar zu erklären. Die Zielgruppe umfasst zum einen Mitarbeitende des RBK, die häufig den unternehmenseigenen Social-Media-Kanälen folgen. Zum anderen richtet sich das Format an externe Interessierte – darunter Patientinnen und Patienten, Angehörige sowie potenzielle Bewerberinnen und Bewerber.

Zum Kick-off im Januar dieses Jahres wurde ein animiertes Kurzvideo gezeigt, das die für die Magnet-Zertifizierung notwendigen Kriterien benennt und erklärt. Anschließend wird jedes Magnet-Kriterium fünf Wochen lang betrachtet und beleuchtet. Dabei gehen wir zu Beginn des fünfwöchigen Schwerpunkts zunächst näher auf das jeweilige Kriterium ein und beschreiben noch mal genauer, was darunter zu verstehen ist.

Anschließend folgen vier Wochen lang ganz konkrete Beispiele, wie das jeweilige Kriterium am RBK beziehungsweise im Pflegedienst des RBK bereits umgesetzt wird. Bei der Erstellung des Posts wurden dabei die jeweiligen Expertinnen und Experten für das Thema einbezogen. Für die Posts selber wurden zudem unterschiedliche Formate gewählt, darunter Video- und Fotoaufnahmen.

Die Social-Media-Reihe startete mit dem Kriterium „Transformationale Führung“. Nach einem Einführungspost folgten vier Beispiele, wie dieses Kriterium am RBK umgesetzt und gelebt wird. In wechselnden Formaten wurde hier beispielsweise thematisiert, was es für Führungskräfte am RBK bedeutet, transformational zu führen. Weitere Themen waren zudem die sogenannte Karriereentwicklungsmatrix und das Konzept der Pflegemanagementbegleitung (Abb. 2), die als Videoformat erklärt und beleuchtet wurden.

Das RBK verfolgt mit dem Magnet Monday ein klares Ziel: transparent kommunizieren, informieren und dabei aufzeigen, dass Magnet bereits heute jeden Tag gelebt und umgesetzt wird. Es ist nur noch nicht jedem bewusst.

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