Der International Council of Nurses (ICN) hat gegenüber dem venezolanischen Pflegeberufsverband (Federación de Colegios de Profesionales de Enfermería de la República Bolivariana de Venezuela) angesichts der aktuellen politischen Entwicklungen und der anhaltenden Krise im Land seine Solidarität und Unterstützung bekundet. ICN betont, dass die weltweite Pflegegemeinschaft hinter den venezolanischen Pflegefachpersonen stehe, die unter extrem schwierigen Bedingungen weiterhin ihre beruflichen und ethischen Aufgaben erfüllten.
"Der Schutz von Leben und Gesundheit muss oberste Priorität haben"
ICN weist darauf hin, dass politische und soziale Krisen die Rechte von Einzelnen und Berufsgruppen gefährden können. Der Schutz von Gesundheitspersonal und Einrichtungen nach internationalem humanitärem Recht müsse gewährleistet bleiben. Ebenso sei die Wahrung der Meinungsfreiheit und des Rechts auf berufliche Organisation entscheidend.
ICN-Präsident José Luis Cobos Serrano unterstreicht: "Der Schutz von Leben und Gesundheit muss oberste Priorität haben. Die Sicherheit, Würde und Arbeitsbedingungen der Pflegefachpersonen müssen respektiert werden."
Zudem fordert ICN den Zugang zu humanitärer Hilfe und die Möglichkeit für Pflegefachpersonen, sich ohne Angst beruflich zu organisieren.
Rechte von Pflegefachpersonen vollständig achten
Im Rahmen der Kampagne "#Nurses4Peace" ruft ICN zur vollständigen Achtung der Rechte von Pflegefachpersonen auf – für ihre Sicherheit, Würde und kollektive Stimme. Diese Rechte seien essenziell für die Stabilität von Gesundheitssystemen in Krisenzeiten.
Der venezolanische Pflegeverband dankte für die Solidarität. ICN bekräftigte seine Verpflichtung, Pflegefachpersonen weltweit in Krisen- und Konfliktsituationen zu unterstützen und für Menschenrechte, sichere Arbeitsbedingungen und Frieden einzutreten.