Mobile Anwendungen bringen Informationen dorthin, wo Pflege stattfindet – direkt ans Patientenbett. Sie sparen Wege, entlasten Pflegefachpersonen und schaffen mehr Zeit für die Versorgung.
Pflegefachpersonen legen Tag für Tag weite Strecken auf Station zurück. Jeder unnötige Weg zum Stationsrechner ist Zeit, die nicht für die Versorgung von Patientinnen und Patienten zur Verfügung steht. Gerade an heißen Sommertagen wird deutlich, wie wertvoll diese Zeit ist: Pflegekräfte müssen nicht nur selbst mit hohen Temperaturen umgehen, sondern gleichzeitig besonders auf gefährdete Patientinnen und Patienten achten. Mobile Anwendungen können dabei helfen, Wege zu vermeiden und Zeit zu sparen. Sie bringen Informationen dorthin, wo Pflege stattfindet – direkt ans Patientenbett. Dadurch vermeiden sie unnötige Wege, sparen Zeit und schaffen echte Entlastung für eine Berufsgruppe, die ständig in Bewegung ist.
Realität Stationsalltag!
Frau Jandrevic liegt auf Zimmer 12. Die Pflegefachperson beginnt ihre Blutzuckerrunde. Sie misst den Blutzucker, verabreicht das verordnete Insulin und versorgt anschließend die nächsten Patienten und Patientinnen.
Die erbrachten Maßnahmen müssen dokumentiert werden. In vielen Krankenhäusern bedeutet das noch immer: Informationen werden zunächst notiert oder im Kopf behalten. Erst später kehrt die Pflegefachperson zum Stationsarbeitsplatz zurück, öffnet die Patientenakte und trägt die Maßnahmen nach. Bis dahin sind bereits weitere Aufgaben hinzugekommen. Eine Angehörige hat Fragen gestellt, ein anderer Patient benötigt Unterstützung und die Visite steht kurz bevor.
Lange Wege, Unterbrechungen und Zeitverluste sind die Folge. Gleichzeitig steigt das Risiko, dass Dokumentationen zeitversetzt erfolgen oder wichtige Details im hektischen Stationsalltag verloren gehen.
Zukunft Stationsalltag?
Mobile Anwendungen unterstützen genau diesen Arbeitsablauf. Die Pflegefachperson betritt das Zimmer von Frau Jandrevic mit einem Tablet.
Die anstehenden Maßnahmen der Blutzuckerrunde werden direkt angezeigt. Nach der Messung dokumentiert sie den Wert, verabreicht das Insulin und kennzeichnet die Maßnahme unmittelbar als erledigt. Anschließend ergänzt sie per Spracheingabe einen kurzen Verlaufsbericht und wechselt direkt zum nächsten Patienten.
Alle Informationen stehen sofort für alle berechtigten Berufsgruppen zur Verfügung. Ein späteres Nachtragen entfällt. Die Dokumentation erfolgt dort, wo die Versorgung stattfindet.
Gute Digitalisierung hält Pflegefachpersonen nicht vom Patienten fern, sondern unterstützt sie genau dort, wo sie gebraucht werden. Denn Pflege findet nicht am Stations-PC statt. Pflege findet am Patientenbett statt.
Mobile Anwendungen schaffen neue Freiräume
Mobile Anwendungen ermöglichen genau diesen Perspektivwechsel. Der KIS-Anbieter Meierhofer hat das Krankenhausinformationssystem (KIS) M-KIS zum Beispiel konsequent an den Arbeitsprozessen der Anwender*innen ausgerichtet. Dem Münchener Unternehmen ist es besonders wichtig, mit benutzerfreundlichen und alltagstauglichen Anwendungen Versorgungsprozesse zu unterstützen.
Christian Köhl, Bereichsleiter Kundenprojekte & Vertrieb Deutschland: "Eine Pflegefachperson sollte nach einer Blutzuckermessung oder Medikamentengabe nicht erst zum Stationsrechner zurückkehren müssen, um ihre Arbeit zu dokumentieren. Sie sollte Maßnahmen direkt am Patientenbett abschließen, einen kurzen Verlaufsbericht erfassen und sofort mit der Versorgung des nächsten Patienten weitermachen können. Genau für diese Arbeitsabläufe entwickeln wir unsere mobilen Anwendungen."
Zum Beispiel bündelt die App M-KIS Mobile Visite alle relevanten Informationen zu einem Fall auf dem Tablet. Diagnosen, Therapien, Labor- und Vitalwerte, Medikation, Befunde oder Verlaufsberichte stehen unmittelbar zur Verfügung. Pflegefachpersonen können Fragen von Patientinnen, Patienten und Angehörigen fundiert beantworten und sich bereits vor dem Betreten des Zimmers gemeinsam im Team auf die Versorgung vorbereiten. Das stärkt die Handlungssicherheit im klinischen Alltag.
Die App M-KIS Mobile Pflege ist auf die Bedürfnisse der Pflegenden zugeschnitten. Sie begleitet die Arbeitsschritte im Pflegealltag und orientiert sich konsequent an den tatsächlichen Abläufen auf Station. Geplante Tätigkeiten lassen sich nach Zimmer, Patientin oder Patient, Schicht oder Maßnahme filtern und direkt vor Ort dokumentieren. Ein Wischen genügt, um Aufgaben als erledigt oder nicht durchgeführt zu kennzeichnen. Selbst ungeplante Maßnahmen können unmittelbar erfasst werden.
Davon profitieren auch die Kliniken von Asklepios Hamburg. Karoline Krane, Junior Consultant KIS Competence Center der Asklepios IT-Services Hamburg GmbH, unterstreicht:
"Besonders wertvoll sind für mich die Rückmeldungen aus den Kliniken. Anwender berichten, dass der Zugriff auf die Patientenkurve über das iPad mit M-KIS Mobile von Meierhofer deutlich schneller erfolgt und wichtige Informationen genau dort verfügbar sind, wo sie benötigt werden – direkt am Patientenbett. Gerade bei der mobilen Wunddokumentation zeigt sich, welches Potenzial in digitalen Lösungen steckt: Die Kolleg*innen können unmittelbar vor Ort dokumentieren. Das verkürzt Wege und vereinfacht Arbeitsabläufe. So bleibt mehr Zeit für die Versorgung der Patient*innen."
Eine mobile Wunddokumentation schafft Transparenz über den gesamten Heilungsverlauf. Wunden werden direkt am Patientenbett fotografiert, vermessen und automatisch der richtigen Wunde im korrekten Patientenfall zugeordnet. Pflegefachpersonen können Entwicklungen über einen längeren Zeitraum nachvollziehen, Veränderungen sicher bewerten und die Dokumentation ohne zusätzlichen Aufwand aktuell halten. Das verbessert nicht nur die Dokumentationsqualität, sondern unterstützt auch die interprofessionelle Zusammenarbeit und die Kontinuität der Versorgung.
Mit dem mobilen Verlaufsbericht können Pflegefachpersonen Beobachtungen und Entwicklungen unmittelbar dort dokumentieren, wo sie entstehen, direkt im Patientenzimmer, auf Station oder im Gespräch mit Angehörigen. Die intuitive und übersichtliche Oberfläche ermöglicht eine schnelle Erfassung, ohne den Arbeitsfluss zu unterbrechen. Nachdokumentationen am Stationsarbeitsplatz entfallen, Informationen stehen sofort für alle berechtigten Berufsgruppen zur Verfügung und die Dokumentation wird aktueller, vollständiger und nachvollziehbarer.
KHZG war erst der Anfang
Der Nutzen einer mobilen digitalen Begleitung ist offensichtlich. Sie reduziert Nachdokumentationen, verbessert die Nachvollziehbarkeit und schafft mehr Zeit für die eigentliche Versorgung.
Viele Krankenhäuser haben in den vergangenen Jahren im Rahmen des Krankenhauszukunftsgesetzes (KHZG) digitale Pflegedokumentationslösungen eingeführt. Damit wurde ein wichtiger Schritt hin zu einer strukturierten und durchgängigen digitalen Dokumentation gemacht. In vielen Einrichtungen endet die Digitalisierung jedoch noch am Stationsarbeitsplatz oder am Visitenwagen.
Die nächste Entwicklungsstufe mobiler Anwendungen besteht nicht mehr darin, Informationen lediglich mobil verfügbar zu machen. Sie besteht darin, komplette Arbeitsabläufe mobil zu unterstützen. Pflegefachpersonen dokumentieren Maßnahmen und Medikamentengaben unmittelbar nach ihrer Durchführung, erfassen Verlaufsberichte per Spracheingabe oder erhalten neue Anordnungen direkt auf dem mobilen Endgerät. So wird aus digitaler Dokumentation eine aktive digitale Arbeitsunterstützung. Dazu Christian Köhl: „Dokumentation darf nicht mit der Patientenversorgung konkurrieren. Sie muss der Pflege folgen – nicht umgekehrt.“ Denn der eigentliche Nutzen digitaler Lösungen entsteht deshalb erst dann, wenn sie Pflegefachpersonen dort begleiten, wo sie arbeiten – am Patientenbett.
Mehr Informationen auf M-KIS Mobile | Ortsunabhängige Patientenversorgung