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DKG für Substitution und Delegation

DKG für Substitution und Delegation

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) plädiert für "eine Neujustierung der Aufgabenverteilung der Gesundheitsberufe" und spricht sich für die Möglichkeit der Delegation und Substitution ärztlicher Tätigkeiten mittels Pflegefachpersonen und neuer Gesundheitsberufe aus. Dies sei im Sinne der Patientenversorgung wichtig, heißt es in einer Stellungnahme der DKG zum Koalitionsvertrag von CDU, CSU und SPD. Die Parteien kündigten in ihrer Vereinbarung an, "die Aufgabenverteilung der Gesundheitsberufe neu zu justieren und den Gesundheitsfachberufen mehr Verantwortung zu übertragen".

Die DKG weist nun darauf hin, dass in den Krankenhäusern bereits heute täglich eine Delegation ärztlicher Aufgaben an das Pflegepersonal stattfinde. "Gut ausgebildetes Pflegepersonal, das die Beherrschung ärztlicher Teilaufgaben nachweisen kann, sollte dann auch eigenständig die Verantwortung für diese Aufgaben im Sinne einer Substitution übernehmen können", schreibt die DKG und ergänzt: "Dies wäre nicht nur eine Verschlankung der Bürokratie in den klinischen Abläufen, sondern insbesondere in der häuslichen Krankenpflege ein wesentlicher Fortschritt für die Patientenversorgung."

Zudem plädieren die Krankenhäuser dafür, dass auch neue Berufe wie Arzt-Assistenten (Physician Assistants) oder chirurgisch-technische Assistenten in ihren definierten Aufgabenbereichen eigenverantwortlich tätig sein können. Die DKG weist darauf hin, dass die Möglichkeit der Delegation und Substitution ärztlicher Leistungen "nachhaltig die Attraktivität der Pflegeberufe" steigere und somit auch dem Ziel einer Pflegepersonalsicherung und -gewinnung diene. "Dieses geplante Vorhaben sollte daher schnell konkretisiert und umgesetzt werden", fordert die DKG.

Die Krankenhäuser begrüßen ferner, dass die Ausbildung der Hebammen dem Koalitionsvertrag zufolge zu einem akademischen Beruf werden solle, allerdings plädiert die DKG dafür, dies nur ergänzend zu der bisherigen Berufsausbildung anzubieten. "Der Mangel an Hebammen, die in ihrem Beruf tätig sein wollen, ist damit aber kaum zu kompensieren", heißt es in der Stellungnahme. "Es bedarf hierzu zusätzlicher Verbesserungen der Rahmenbedingungen für Hebammen."

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