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Ärzte wünschen sich mehr Pflegepersonal

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Mehr Personal in der Pflege – das ist einer der größten Wünsche der Ärzte in Deutschland, wie die heute in Berlin vorgestellte Umfrage der Ärztegewerkschaft Marburger Bund (MB) unter seinen Mitgliedern zeigt. Dem MB-Monitor 2017 zufolge geben 52 Prozent der befragten Mediziner an, dass mehr Personal im pflegerischen Dienst „sehr wichtig“ sei, 24 Prozent halten dies sogar für „am wichtigsten“. 21 Prozent halten dies für „wichtig“, vier Prozent für „eher unwichtig“ oder „unwichtig“. Der MB-Vorsitzende Rudolf Henke sagte: „Die Ärzte erleben die Unterbesetzung auf den Stationen.“

Auf die Frage, wie wichtig mehr ärztliches Personal sei, antworteten 23 Prozent „am wichtigsten“, 49 Prozent „sehr wichtig“, 24 Prozent „wichtig“ und fünf Prozent „eher unwichtig“ oder „unwichtig“. Zwei Drittel der Mediziner sagen, dass sie zu wenig Zeit hätten, um ihre Patienten ausreichend zu behandeln. Insbesondere die wachsende Bürokratie verhindere dies. 26 Prozent der Ärzte gaben an, mehr als drei Stunden am Tag für administrative Aufgaben zu benötigen, 29 Prozent bezifferten dies auf zwei bis drei Stunden.

Der zweite Vorsitzende des MB, Andreas Botzlar, verlangte mehr Personal für administrative Tätigkeiten. Als Beispiel nannte er das Berufsbild des „Physician Assistant“, sprach sich aber auch für Dokumentationsassistenten in der Pflege aus. Skeptisch zeigte sich Botzlar in punkto Personaluntergrenzen. Zwar gebe es Situationen, in denen solche Untergrenzen sinnvoll seien, etwa auf Intensivstationen. In vielen anderen Bereich sei dies aber schwierig. Strikte Vorgaben könnten „eine unglaubliche Realitätsferne entwickeln“, warnte er.

Henke mahnte, dass die Untergrenzen in den Verhandlungen zwischen Krankenhäusern und Krankenkassen nicht zu einer „Abbruchkante“ werden dürften. „Ich verlange, dass man in den Verhandlungen Luft nach oben beschreibt, damit es nicht zu einem Absinken der bestehenden Personalausstattung kommt“, sagte der Gewerkschaftschef und CDU-Bundestagsabgeordnete. (SB)

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