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Internationaler Tag der Pflegenden: "Die Arbeit unserer Pflegenden ist mit Gold nicht aufzuwiegen"

Zum Internationalen Tag der Pflegenden haben führende Politiker in Deutschland eine Stärkung sowie mehr gesellschaftliche Anerkennung für Pflegeberufe gefordert. Der Tag soll die Leistung der professionell Pflegenden würdigen, deren Pionierin Florence Nightingale am 12. Mai Geburtstag hatte. In diesem Jahr steht der Tag unter dem Motto „Eine starke Pflege weist den Weg“. 
Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) sagte, Pflegende hätten vor allem gute Ausbildungs- und Arbeitsbedingungen sowie eine angemessene Bezahlung verdient. Denn: „Unsere Pflegekräfte setzen sich im Krankenhaus, bei Pflegediensten und in Pflegeeinrichtungen tagtäglich unermüdlich für andere ein“, sagte Gröhe am Donnerstag in Berlin. Gleichzeitig verwies er auf den „Kraftakt zur Stärkung der Pflege“, der bereits gestemmt wurde. „Wir haben dafür gesorgt, dass mehr Pflegefachpersonal in den Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen eingestellt werden kann, die Zahl der zusätzlichen Betreuungskräfte in Pflegeeinrichtungen nahezu verdoppelt wurde, unnötige Bürokratie abgebaut und die Bezahlung der Pflegekräfte nach Tarif gestärkt wird“, so der Minister. Dieser Weg würde mit der Modernisierung der Pflegeausbildung, der Entwicklung eines Personalbemessungsverfahrens für die Altenpflege und von Personaluntergrenzen im Krankenhausbereich fortgesetzt.
Staatssekretär Karl-Josef Laumann (CDU), Patientenbeauftragter und Pflegebevollmächtigter der Bundesregierung betonte den Wert der Pflegenden: „Die Arbeit unserer Pflegekräfte ist mit Gold nicht aufzuwiegen“, sagte er. Ohne sie würde das Gesundheitswesen in Deutschland nicht funktionieren.
Das sieht auch der Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Georg Baum, so: „Ohne Pflegende geht in der Medizin gar nichts. Sie sind und bleiben Dreh- und Angelpunkt der Versorgung, sowohl bei Kranken daheim, im Pflegeheim und eben auch im Krankenhaus.“ Es betonte, die Personalsicherung im Pflegebereich zentrale Aufgabe der Kliniken sei. Ihm zufolge zeigten die Bemühungen der Krankenhäuser, die Pflegepersonalausstattung zu verbessern, bereits Wirkung: Die Zahl der Krankenhausmitarbeiter im Pflegedienst ist laut DKG in den vergangenen zehn Jahren von 393.186 (2005) auf 426.838 (2015) gestiegen.
„Es sind die professionell Pflegenden, die das Gesundheitssystem weltweit zusammenhalten und mit einer hohen eigenen Verantwortung und einem guten Fachwissen dafür sorgen, dass die Menschen die bestmögliche Pflege erhalten. Das wird häufig seitens der Verantwortlichen aus Politik und Verbänden vergessen, wenn diese wieder einmal ohne die Pflege zu beteiligen über diese entscheiden“, betonte der Präsident des Deutschen Pflegerats (DPR), Andreas Westerfellhaus. Der International Council of Nurses rufe daher zu Recht dazu auf, dass die professionell Pflegenden ihre Stimme gegenüber der Politik erheben und Einfluss auf Entscheidungsprozesse und auf die Pflege- und Gesundheitspolitik nehmen. „Wenn die professionell Pflegenden an den sie betreffenden Entscheidungen beteiligt sind, ist ein wesentlicher Pfeiler für die Patientensicherheit gewährleistet – besser als dies heute der Fall ist. Daran gibt es keinen Zweifel“, so Westerfellhaus weiter. 
Die Gewerkschaft Verdi hatte am Tag der Pflegenden zu einer bundesweiten Protestaktion aufgerufen. Ziel der Aktion sei es, auf die schlechte Personalsituation in Krankenhäusern aufmerksam zu machen. (MIL)

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