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Unabhängige Pflege-Gutachter gefordert

Der Patientenbeauftragte und Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung, Karl-Josef Laumann (CDU), drängt auf Reformen im Gesundheitssystem. So will er nach Angaben des Tagesspiegels von Dienstag unter anderem, dass Pflege-Gutachter nicht länger mit den Krankenkassen verbandelt sind. Der Medizinische Dienst der Krankenversicherung (MDK), der für die Begutachtung von Pflegebedürftigkeit und Arbeitsunfähigkeit zuständig ist, solle in diesem Zuge neu organisiert werden. Denn viele Versicherte empfänden ihn „als verlängerten Arm der Kranken- und Pflegekassen“, zitierte die Zeitung Laumann.
Da MDK-Entscheidungen für Pflegebedürftige und Patienten oft enorme finanzielle Auswirkungen hätten, bedürfe es einer klaren inhaltlichen und personellen Trennung. Die es bisher nicht gebe. Schließlich dürften derzeit bis zu 25 Prozent der Verwaltungsratsmitglieder des MDK hauptamtlich bei den Kranken- und Pflegekassen angestellt sein. Außerdem kämen die Richtlinien für den MDK vom Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherung.
Pflegebedürftige und Krankgeschriebene müssten auf die Unabhängigkeit der Gutachter vertrauen können, betonte Laumann - und zwar „ohne jeden Zweifel". Der Medizinische Dienst müsse deshalb „völlig von den Kranken- und Pflegekassen gelöst werden“. (MIL)

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