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DEKV-Empfehlungen für demenzsensibles Krankenhaus

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Der Deutsche Evangelische Krankenhausverband (DEKV) will die Versorgung demenziell erkrankter Patienten in den Kliniken verbessern. Dazu hat der Verband Empfehlungen in sechs Kategorien erarbeitet, die er am Dienstag und Mittwoch auf dem DEKV-Strategieform „Nichts vergessen? – Auf dem Weg zum demenzsensiblen Krankenhaus“ in Berlin präsentiert. In dem Papier werden Krankenhäuser unter anderem dazu aufgefordert, ein Versorgungsmanagement zu entwickeln, dass die Autonomie von Patienten mit kognitiven Risiko erhält. „Bauen Sie verbindliche und durch die Klinik gesteuerte Versorgungspfade auf, die über eine regionale und sektorenübergreifende Vernetzung eine prä- und poststationäre Versorgung gewährleisten“, rät der DEKV den Krankenhäusern. 
Mit Modellkrankenhäusern seien Qualitätsstandards entwickelt worden. „Der DEKV wird diese weiter beschreiben und als messbare Größe in die Weiterentwicklung der Qualitätsindikatoren Kirchlicher Krankenhäuser (QKK) einbringen“, heißt es in dem Papier weiter. Evaluiert worden seien bereits spezifische Indikatoren wie „Entlassung in häusliche Umgebung“ oder „Kodierung Delir“, die sich aus Routinedaten erfassen ließen. Dazu gehöre etwa, dass Essen und Getränke durch farbliche Marker des Untergrunds erkennbar seien. 
Nötig seien weitere strukturelle Maßnahmen, etwa ein Screening, um eventuell vorliegende kognitive Risiken frühzeitig zu identifizieren. Zur Erfassung empfiehlt der DEKV einen „abgestuften Algorithmus“. Demenzerkrankungen müssten in Patientenakten vermerkt werden. Verlegungen im Haus sollten vermieden werden. Das Papier endet mit einer „Checkliste für eine qualitative Versorgung von Patienten mit kognitiven Risiko“ mit 16 Punkten. 
„Die Selbstbestimmung demenzkranker Patienten zu bewahren, ist eine zentrale und zunehmend wichtige Aufgabe für Krankenhäuser. Menschen mit Demenz können nicht wie andere Patienten behandelt werden – sie brauchen mehr Aufmerksamkeit, mehr Zeit und speziell geschulte Mitarbeitende in Medizin und Pflege, die sich mit ihren besonderen Bedürfnissen auseinandersetzen“, sagte der Vorsitzende des DEKV, Christoph Radbruch, laut Pressemitteilung und verwies auf die Refinanzierung der Leistungen: „Im DRG-System besteht an dieser Stelle dringender Nachbesserungsbedarf.“ 
Darüber hinaus könnten demenzsensible Strukturen und Prozesse aber auch Qualitätskriterien sein: „Faktoren wie eine verständnisorientierte Kommunikation, das Erkennen und adäquate Behandeln von Schmerzen und die Förderung der Lebensqualität müssen die vorhandenen Qualitätsindikatoren ergänzen. Dafür werden wir uns auch weiterhin einsetzen“, betont der DEKV-Vorsitzende. (BAL)

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