Bibliomed Pflege - Das Portal für die Pflege
Gewisse ärztliche Tätigkeiten sollten an Pflegende delegiert werden, um Ärzte zu entlasten. Dieser Vorschlag der rheinland-pfälzischen Gesundheitsministerin ,Sabine Bätzing-Lichtenthäler (SPD), ist bei Kassenärzten und Krankenhäusern nur bedingt auf Zustimmung gestoßen. Sie sehen zwar grundsätzlich Potenzial, Arztaufgaben an Pflegende zu übertragen, allerdings nur in Grenzen, wie die Rhein-Zeitung in der vergangenen Woche berichtete.
Die Ministerin hatte vorgeschlagen, ärztliche Leistungen wie die Versorgung von Wunden oder kleinere Hausbesuche, den Pflegenden zu übertragen. Dabei sollten sie aber nicht im Auftrag der Ärzte, sondern in eigener Verantwortung Patienten versorgen. Man müsse auch über eine Substitution von Leistungen nachdenken – also die Übergabe bisheriger ärztlicher Leistungen an professionell Pflegende. Gesetzlich möglich sei dies.
Der Chef der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Rheinland-Pfalz, Peter Heinz, sagte dem Zeitungsbericht zufolge, Hausbesuche könnten beispielsweise von Praxisassistenten übernommen werden. Entscheidend sei aber generell, dass Leistungen ausdrücklich delegiert würden und die Patienten befragt würden, ob sie diese Leistung auch haben wollten. (MIL)
Bibliomed Pflege - Das Portal für die Pflege