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Auch Zöller gegen Praxisgebühr

Die Abschaffung der sogenannten Praxisgebühr wird immer wahrscheinlicher. Nach den Gesundheitsexperten der Koalitionsfraktionen im Bundestag hat sich nun auch der Patientenbeauftragte der Bundesregierung Wolfgang Zöller (CSU) in diese Richtung geäußert. Die quartalsmäßig erhobene Gebühr für Arztbesuche von zehn Euro habe „ihre Steuerungsfunktion verloren, wenn sie sie je gehabt hat“, sagte Zöller laut einem Bericht der „Frankfurter Rundschau“. Die Überprüfung der Gebühr sei bereits im Koalitionsvertrag vereinbart worden. „Das werden wir zeitnah angehen, vielleicht schon mit dem Patientenrechtegesetz“, so Zöller.

Ein erstes Eckpunktepapier für dieses Gesetz hatte der Patientenbeauftragte im März dieses Jahres vorgelegt, die konkreten Beratungen sollen Anfang 2012 beginnen. Allerdings räumte Zöller gegenüber der Zeitung ein, bisher keinen praktiablen Vorschlag zu kennen, "der folgende Voraussetzungen erfüllt: Einnahmen sichern, Steuerungswirkung erreichen, Bürokratie abbauen und chronisch Kranke nicht überfordern". Grundsätzlich sei er aber für eine neue Form der Kostenbeteiligung der Versicherten. Hier seien kreative Experten gefordert, Lösungen zu finden.

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