• Bildung

Ausbildungsoffensive: "Sag nicht, wir hätten es dir nicht gesagt"

Mit einer frechen Kampagne, die vor allem auf das Medium Internet setzt und junge Menschen ab 16 Jahren anspricht, werben Caritas, Diakonie, Die Johanniter und die Diakonie Michaelshoven für die Ausbildung zum/zur examinierten Altenpfleger/in in der ambulanten Pflege.

Jobs für und mit Menschen. Aufstiegschancen wie sonst nirgendwo. Der soziale Markt hebt ab und mit ihm die ambulante Pflege der christlichen Wohlfahrtsverbände in Köln.

30000 Postkarten mit der neu geschalteten Internet-Adresse werden im gesamten Stadtgebiet in Köln dort verteilt, wo sich Jugendliche aufhalten. Sie machen auf die neu geschaltete Internet-Adresse aufmerksam: www.sagnichtwirhaettenesdirnichtgesagt.

de. Hier gibt es Informationen zum Pflegeberuf, Links zu den vier Trägern und die Möglichkeit, sich direkt zu bewerben oder Fragen zu senden. „Wir Träger haben alle das gleiche Problem: Uns fehlt der Nachwuchs", erläutert Beate Linz, Geschäftsführerin der Diakonie gGmbH die gemeinsame Aktion. Die Kampagne sei „jung, frisch und provokativ und macht neugierig". Auch die Internet-Adresse sei absichtlich so besonders lang: „Wir dachten, kurz kann jeder, da machen wir mal etwas anderes."

 

Verteilt werden die Postkarten von Jugendlichen aus dem Umfeld des Caritas-Jugendzentrums seven up. Motiv und Botschaft kommen an. Dies bestätigen auch die Jugendlichen während der Präsentation der Kampagne im neuen Jugendcafé „Starbugs" im Kölner Zentrum. „Ich war schon neugierig, was dahinter steckt", verrät Claudia Schwarz, die gemeinsam mit ihrer Freundin Jette Ziemer die ersten Karten in Schulen, Bibliotheken und Cafés verteilt hat. „Du hast Chancen. Du hast Zukunft. Wir haben Berufe." ist auf den Karten zu lesen.

„Wir hoffen auf eine große Resonanz auf die Aktion", erklärt Maria Hanisch, Geschäftsfeldleiterin Ambulante Dienste im Caritasverband.

„Der Pflegeberuf ist zwar anstrengend, bietet aber gerade im ambulanten Bereich auch viele Reize", meint Beate Linz und zählt die Vorteile auf: selbstständiges Arbeiten beim Kunden vor Ort, mobil mit dem Auto unterwegs, sicherer Arbeitsplatz mit Zukunft und Aufstiegsmöglichkeiten. Als einer der ersten Auszubildenden mit Praxisschwerpunkt in der ambulanten Altenpflege hat Jonas Cuhlmann im Oktober 2008 begonnen. Der gelernte Schreiner schätzt besonders den direkten Umgang mit Menschen, aber auch die Fahrpraxis mit dem Auto. „Hier lerne ich wirklich fürs Leben: von der Pflege bis zum Einparken." Er ist zufrieden mit seiner Berufswahl: „Das ist ein Beruf, der mich sehr erfüllt." Am Feierabend habe er „das gute Gefühl, Menschen geholfen zu haben".

 

Die Ausbildung dauert drei Jahre, Ausbildungsbeginn ist der 1. September oder 1. Oktober. Im ersten Ausbildungsjahr gibt es eine Vergütung von bis zu 700 Euro. Voraussetzung ist in der Regel mittlere Reife, aber auch hier sind Ausnahmen möglich. Wichtig für diese verantwortungsvolle Tätigkeit ist die Freude am Umgang mit kranken und älteren Menschen. Wer flexibel und selbstständig arbeiten möchte, ist hier genau richtig. Für die Hausbesuche steht ein Dienstwagen zur Verfügung. Durch entsprechende Fort- und Weiterbildungen lässt sich in diesem Beruf Karriere machen, beispielsweise als Leiter eines ambulanten Pflegedienstes oder als Pflegemanager. „Wir brauchen immer gute Leitungskräfte", meint Beate Linz. Und der Arbeitsplatz ist sicher: Der Bedarf an qualifizierten Pflegekräften wird weiter zunehmen.

 

Weitere Informationen:
www.sagnichtwirhaettenesdirnichtgesagt.de

 




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