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Ärzte an kommunalen Kliniken wollen streiken

Den kommunalen Kliniken droht der gefürchtete Ärztestreik: Wie die Ärztegewerkschaft Marburger Bund heute früh mitteilte, sprachen sich bei der Urabstimmung 92,7 Prozent für den Arbeitskampf aus. Stimmt die Große Tarifkommission dem Votum heute Abend zu, was als Formsache gilt, könnten am 26. Januar die ersten Klinikbetriebe lahm gelegt werden. Insgesamt sind laut MB rund 45.000 Ärzte und 600 kommunale Krankenhäuser betroffen, die in den Tarifbereich der Vereinigung kommunaler Arbeitgeberverbände (VKA) fallen.

Nach vier ergebnislosen Verhandlungsrunden hatte die Gewerkschaft die Tarifgespräche Ende November einseitig abgebrochen und Anfang Dezember offiziell für gescheitert erklärt. „Das Votum unserer Mitglieder ist ein klares Signal der Streikbereitschaft und eine große Rückenstärkung in der aktuellen Tarifauseinandersetzung mit der VKA. Die Ärztinnen und Ärzte sind entschlossen, ihren Forderungen größtmöglichen Nachdruck zu verleihen“, sagte MB-Chef Henke heute in Berlin.

VKA-Hauptgeschäftsführer Manfred Hoffmann forderte die Gewerkschaft unterdessen erneut zur Rückkehr an den Verhandlungstisch auf. „Wir wollen für die rund 50.000 Ärzte ein Tarifergebnis ohne Streik. Dies ist auch nach der Urabstimmung noch möglich“, sagte er heute in Berlin. Deren Ergebnis sei wenig überraschend, nachdem der MB doch dafür geworben habe. Das entbinde die Gewerkschaft aber nicht von ihrer Pflicht, auf dem Verhandlungsweg nach einer Lösung zu suchen. „Die kommunalen Krankenhausarbeitgeber fordern den Marburger Bund auf, die Verhandlungen endlich fortzusetzen. Wir sind dazu bereit“, so Hoffmann. Ein Streik belaste die Patienten und verschärfe die Nöte der Krankenhäuser, die ohnehin in einer schwierigen Finanzsituation steckten.

Der Tarifstreit war Ende vergangenen Jahres eskaliert, nachdem die Arbeitgeber ein Tarifplus in Höhe der ihnen selbst zugebilligten Steigerungsrate von 1,48 Prozent angeboten hatten. Die Gewerkschaft hatte daraufhin den Verhandlungstisch ohne weitere Gespräche verlassen. Sie hatte unter anderem eine lineare Erhöhung der Gehälter um sechs Prozent gefordert.

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