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Uniklinika kritisieren Streikauruf

Die Universitätsklinika in Baden-Württemberg haben den Streikaufruf der Gewerkschaft Verdi für die rund 20.000 nicht-ärztlichen Beschäftigten an den Standorten Freiburg, Heidelberg, Tübingen und Ulm kritisiert. Ab morgen soll dort für 24 Stunden die Arbeit ruhen, ehe am Mittwoch die Tarifverhandlungen für die Mitarbeiter der vier Uniklinika fortgesetzt werden. Die Verhandlungsführerin der Arbeitgeberseite, die Kaufmännische Direktorin des Uniklinikums Heidelberg Irmtraut Gürkan, bezeichnete die Aktion als unverhältnismäßig. Die Klinika hätten bereits im März zugesagt, mit Beginn der Gespräche am Mittwoch ein konkretes Erhöhungsangebot vorzulegen. „Vor diesem Hintergrund und der prekären finanziellen Lage der Uniklinika ist ein Warnstreik nicht nachvollziehbar“, sagte Gürkan.

Verdi fordert für die Beschäftigten eine Lohnerhöhung von 6,9 Prozent, mindestens aber ein Plus von 250 Euro pro Person. Aus Sicht der Uniklinika summieren sich die Forderungen damit auf insgesamt 8,9 Prozent, was die Klinika mit bis zu 80 Millionen Euro jährlich belasten werde, Angleichungen der Urlaubszeit miteingerechnet 130 Millionen Euro. Da der Tarifvertrag für die Uniklinika im Südwesten ohnehin bereits durchschnittlich vier Prozent über dem branchenüblichen Tarifvertrag der Länder (TV L) liege, drücke diese Summe zugleich die Mehrkosten gegenüber der branchenüblichen Vergütung aus. Aufgrund der gravierenden Verschlechterung der wirtschaftlichen Situation und aufgrund eines Budgetzuwachses von gerade einmal 1,48 Prozent in diesem Jahr, sei diese Mehrbelastung nicht finanzierbar. Die Uniklinika Ulm und Tübingen hätten 2011 Verluste in Höhe von sechs und 4,5 Millionen Euro verzeichnet, während Freiburg und Heidelberg Verluste nur knapp hätten vermeiden können.

„Soweit es uns nicht gelingt, eine vertretbare tarifvertragliche Einigung mit Verdi zu erzielen, muss auch eine Rückkehr zum TV L ernsthaft in Erwägung gezogen werden“, sagte Gürkan. Die Uniklinika seien aber weiter bereit, konstruktive Gespräche mit Verdi zu führen, um einen gemeinsamen Abschluss zu erzielen, der den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen gerecht werde und nachteilige Folgen für die Zukunft vermeide.

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