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UKGM-Betriebsräte kritisieren Geschäftsführung

Die Betriebsräte des Universitätsklinikums Gießen und Marburg (UKGM) und die Gewerkschaft Verdi haben gestern in einer gemeinsamen Pressekonferenz erneut Kritik am privaten Betreiber Rhön und dessen Personal- und Informationspolitik geübt. Wie die Online-Zeitung „mittelhessen.de“ berichtet, beklagten die Betriebsräte keine ausreichenden Unterlagen von der Geschäftsführung zu erhalten, um etwa nachprüfen zu können, wann befristete Verträge ausliefen. Zudem setzten Betreiber und Uniklinikum falsche Behauptungen in die Welt. Gesamtbetriebsratschef Dirk Gehrke bezeichnete das Vertrauensverhältnis zwischen Belegschaft und Unternehmensführung laut dem Bericht als erschüttert.

Konkret werfen die Betriebsräte Rhön und UKGM demnach vor, durch die Nichtverlängerung befristeter Beschäftigungsverhältnisse bereits einen sogenannten kalten Stellenabbau zu betreiben. Auch bestätigten sie erneut die seit Ende Februar in den Medien kursierende Zahl von 500 Stellen, die Rhön und UKGM abbauen wollten, sie sei in jedem Fall als Zielgröße genannt worden. Betreiber und Uniklinikum bestreiten dies hingegen. Zudem werde in einem vergangene Woche von der Geschäftsführung in Umlauf gebrachten Faktenpapier fälschlicherweise behauptet, die Betriebsräte hätten im vergangenen Jahr einem Abbau von 250 Arbeitsplätzen in patientenfernen Dienstleistungsberufen zugestimmt. Das sei nicht der Fall. Weiter sei in dem Papier die Rede von insgesamt 420 aufgebauten Stellen, 190 davon in der Pflege. Die vielen Überstunden der Mitarbeiter deuteten aber eher auf eine Überlastung hin und ließen an solchen Zahlen zweifeln. Schließlich würden auch Forschung und Lehre am UKGM nicht wie vertraglich vereinbart ausreichend finanziert.

Betriebsräte und Gewerkschaft forderten gestern das Land auf, notfalls mit gesetzlichen Personalmindestanforderungen zu garantieren, dass am UKGM nicht versucht werde, durch Stellenstreichungen die Rendite zu erhöhen. Mitarbeiter hätten in letzter Zeit ohnehin verstärkt über Arbeitsüberlastung und unhaltbare Zustände geklagt. Die Betriebsratsvorsitzende am Standort Marburg, Bettina Böttcher, bezeichnete die Situation als dramatisch.

Die laufende Mediation auf Initiative der hessischen Landesregierung stehen die Betriebsräte laut dem Bericht offen gegenüber, knüpfen aber die Bedingung daran, dass grundlegende Forderungen Berücksichtigung fänden. Erste Gespräche mit den beiden Mediatoren, dem ehemaligen FDP-Chef Wolfgang Gerhardt und Ex-Kanzleramtschef Friedrich Bohl, habe es bereits gegeben.

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