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Steffens sagt Fixierungen den Kampf an

Nordrhein-Westfalens Gesundheitsministerin Barbara Steffens (Grüne) hat den Pflegeeinrichtungen im Land fachliche Unterstützung zur Vermeidung von freiheitseinschränkenden Maßnahmen zugesagt. „Unser aller Ziel muss sein, dass in Heimen und bei häuslicher Pflege grundsätzlich auf Fixierungen und ein Ruhigstellen mit Medikamenten verzichtet wird“, sagte sie auf einer Konferenz mit mehr als 100 Mitarbeitern der 53 kommunalen Heimaufsichtsbehörden in NRW. Deren Aufgabe sei nicht nur die strenge Kontrolle der Rechtmäßigkeit aller durchgeführten Fixierungen, sondern auch die Unterstützung bei der Umsetzung von Konzepten zur grundsätzlichen Vermeidung sämtlicher Freiheitsbeschränkungen. „Jede und jeder von uns muss damit rechnen, im Alter pflegebedürftig zu werden. Deshalb muss unser aller Interesse sein, Menschen die Angst davor zu nehmen und Konzepte umzusetzen, die uns ein weitgehend selbstbestimmtes Leben bis zum Tod ermöglichen“, sagte Steffens.

Zu den Referenten auf der Konferenz zählte auch der Jurist und Gerontologe Thomas Klie von der Evangelischen Hochschule Freiburg, Leiter des wegweisenden ReduFix-Projektes. Seiner Ansicht nach müssen Pflegeprofis, aber auch Ärzte und Angehörige ihr Bild von Pflege im Alter überdenken. „Das verbreitete Pflegefalldenken stellt die Versorgung, die Satt- und Sauberpflege, in den Vordergrund. Doch auch Mobilität ist ein Menschenrecht und für die Gesundheit und das Selbsterleben von großer Bedeutung“, sagte Klie. In England seien Bettgitter, Fixiergurte und andere freiheitsentziehende Maßnahmen in der Pflege so gut wie unbekannt.

Das Thema Vermeidung von Fixierungen soll laut Steffens auch bei der aktuellen Reform des nordrhein-westfälischen Wohn- und Teilhabegesetzes eine wichtige Rolle spielen. Zudem soll es im Herbst einen Workshop „Das fixierungsfreie Heim“ für Mitarbeiter der Heimaufsichten und Pflegedienstleistungsanbieter. Bereits im Februar hatten rund 500 Pflegeexperten auf einem von Gesundheitsministerium und Landespflegerat organisierten Kongress Gewalt in der Pflege diskutiert.

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