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DPR: "Bundesregierung beweist Reformunfähigkeit"

Der Deutsche Pflegerat (DPR) kritisiert den Beschlussdes Bundeskabinetts, die private Pflegezusatzversicherung (‚Pflege-Bahr‘) künftig mit fünf Euro pro Monat zu unterstützen. Die Bundesregierung beweise erneut ihre Reformunfähigkeit. Im Koalitions-Kuhhandel werden große gesellschaftliche Probleme kleinteilig in den Sand gesetzt. „Diese Maßnahme ist sozial unausgewogen und es werden nur die Versicherungskonzerne davon profitieren“, sagt Andreas Westerfellhaus, Präsident des DPR. Den Versicherten werde die überfällige grundlegende Reform der Pflegeversicherung vorenthalten, so Westerfellhaus weiter.

Berücksichtige man bei den jetzt getroffenen Regelungen die entsprechenden Wartezeiten, werde deutlich, dass dem bestehenden Versorgungsdefizit von jetzt 2,4 Millionen Pflegebedürftigen nicht abgeholfen wird. Eine umgehende
Leistungsverbesserung müsse dagegen das Ziel sein. Es sei frustrierend und alarmierend, dass die Dimension und Dringlichkeit der Probleme in der Versorgung offensichtlich immer noch nicht erkannt worden seien. Das Geld wäre besser für Aufstockung des Pflegepersonals oder Zusatzleistungen für pflegende Angehörige einzusetzen.

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